22.09.2016, 13:07 Uhr

Orte des Respekts 2016 – Landessieger gekürt

von links nach rechts: Ernst Bamberger (Uniqa Landesdirektor Oberösterreich), Homa Sharafi, Veronika Moser und Humam Samakeh (Radio FRO), Horst Harlacher (Vorstand Verein Respekt.net); (Foto: Uniqa)

Die Kampagne „Orte des Respekts“ zeichnet österreichweit soziale Projekte aus. Menschen die aus verschiedensten Gründen am Rande der Gesellschaft gelandet sind sollen Chancen erhalten aktiv etwas daran zu ändern.

LINZ. Ins Leben gerufen wurde die Kampagne vom Verein Respekt.net. Dieser beschäftigt sich mit Themen wie Respekt und Würde in der Gesellschaft, aber auch mit der Gleichstellung von Mann und Frau oder dem Schutz unserer Umwelt. „Wir wollen vorhandenes Engagement sichtbar machen“, sagt Horst Harlacher, Vorstandsmitglied des Vereins. 2010 wurde zudem eine Crowdfunding-Plattform initiiert, bei der jeder, der Ideen in diese Richtung hat, Projekte einreichen und auf Finanzierung bzw. Umsetzung hoffen kann.

62 Nominierte in Oberösterreich

Zur Zeit werden die Sieger-Projekte der einzelnen Bundesländer gekürt. Am 12. Oktober wird dann der Österreichweite Sieger bekanntgegeben. In Oberösterreich gab es 102 Einreichungen, 62 davon wurden nominiert und zehn Projekte standen schlussendlich zur Abstimmung um die Prämie von 2000 Euro und die Teilnahme an der Wahl zum Bundessieger. Es winken 10.000 Euro.

„Achtung! Refugee Radio“ als Landessieger

Zum Landessieger von Oberösterreich wurde Radio FRO mit dem Projekt „Achtung! Refugee Radio“ gekürt. Das Medium Radio, welches zu allererst auf Sprache basiert, nutzt genau diesen Zugang zur Welt, um Geflüchteten Menschen eine Möglichkeit zu geben gehört zu werden. Gleichzeitig vermittelt es Hörern ein Gefühl respektiert zu werden, indem Sendungen beispielsweise auf Arabisch gesendet werden. „In Linz werden um die 100 Sprachen gesprochen, 15 davon sind zur Zeit bei Radio FRO vertreten“, so Veronika Moser vom Freien Rundfunk Oberösterreich (FRO), Projektmanagerin von „Achtung! Refugee Radio“. Dieses bietet aber nicht nur eine Bühne für die Menschen. In Radio-Workshops werden die Fähigkeiten vermittelt die nötig sind, um Radio-Sendungen zu produzieren. Fremdsprachige Teilnehmer, die in der Heimat schon in diesem Bereich tätig waren, werden zu Trainern ausgebildet und geben die Fertigkeiten an Andere weiter. Als Vertreter des Projekts wurden nun Homa Sharafi aus dem Iran und Humam Samakeh aus Syrien, sowie Veronika Moser als Projektleiterin ausgezeichnet. Gratulationen kamen auch von Ernst Bamberger, Landesdirektor der Uniqa-Versicherung, einer der Hauptsponsoren des Projekts: „Das Projekt bietet vielen Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit in den Beruf des Journalismus hineinzuschnuppern. Das ist ein sehr sinnvolles Projekt, das die Integration ein Stück weit erleichtert.“

Nominiert waren unter anderen auch die Arge für Obdachlose mit der Kupfermuckn, der Verein Owizahra und die Brückenbauer/innen Ansfelden.
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