13.09.2016, 08:00 Uhr

Stadt Melk: Pläne für die Katastrophe

Melks Zivilschutzbeauftragter Patrick Strobl weiß, dank ausgearbeiteter Pläne, was bei einer Katastrophe zu tun ist.

Zivilschutzverbände raten für den Katastrophenfall Nahrungsvorräte anzulegen. Panikmache oder berechtigte Vorsorge? Ein Lokalaugenschein im Bezirk.

MELK. Die Ausbaupläne für das AKW Dukovany nahe der Grenze zeigen: Eine Katastrophe, wie ein Reaktorunfall, ist keine abstrakte Utopie. Doch wie gut ist unser Land auf den Ernstfall vorbereitet? Wie gut wird der Rat des Zivilschutzverbandes zum Schaffen eines Vorrates schon befolgt? Wir haben beim Zivilschutzbeauftragten der Stadt Melk nachgefragt.

"Bin selbst vorbereitet"

"Panikmache ist es keine. Es ist auf keinen Fall ein Fehler einige Haushaltsvorräte – unter anderem Lebensmittel, Kalium-Jod-Tabletten, Wasser, Gaskocher und Taschenlampen – in seinem Haus oder der Wohnung aufzubewahren", erklärt Gemeinderat Patrick Strobl. Er selbst ist auf jeden Fall für einen Katastrophenfall vorbereitet.

Jod-Tabletten für Kinder

Die Stadtgemeinde übrigens auch. "Für den Fall eines Atomunfalls werden in den Kindergärten für alle Kinder Kalium-Jod-Tabletten ausgegeben. Ansonsten sind wir gerade mit allen Blaulicht- und Hilfsorganisationen in der Endphase der Ausarbeitung des Katastrophenschutzplanes bei einem atomaren Unglück", so der Melker.

Viele Gefahren für Melk

Dies ist aber nicht die einzige Gefahr, welche die Bezirkshauptstadt betrifft: Hochwasser, ein Zug- oder Autobahnunglück mit gefährlichen Stoffen oder auch ein Anschlag auf das Stift Melk stehen unter anderem auf der Liste des Katastrophenschutzplanes der Stadt Melk.

"Wir sind einige Szenarien durchgegangen, die bei uns passieren könnten. Wir waren damals selbst erstaunt, welche Gefahren unsere Stadt betreffen könnten. So sind wir aber auf diese Probleme gut vorbereitet", sagt Strobl.

ZUR SACHE

Checkliste für den Katastrophenfall: Lebensmittel und Getränke für mindestens sieben Tage, Kerzen/Feuerzeug, Taschenlampe und Radio mit Batterien, Campingkocher mit Spiritus, Erste-Hilfe-Material und wichtige Medikamente, Bargeld und Hygieneartikel, unter anderem Zahnbürste und Seife.
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