29.08.2016, 11:15 Uhr

Mysteriöser Wasserverbrauch in Privatwohnhaus: 4.000 Euro Nachzahlung

Laut "Wiener Wasser" ist der Zähler nicht defekt und deshalb kann es keine Kulanz durch die Hausverwaltung gegenüber der Mieter geben. (Foto: Archiv)

Im Jahr 2014 hätten die Mieter eines Wohnhauses angeblich so viel Wasser verbraucht, wie in vier olympische Schwimmbecken passt. Die Ursache ist räteselhaft, die Mieter werden sich jetzt voraussichtlich mit einer Klage zu Wehr setzen.

NEUBAU. Die Bewohner der Halbgasse 7 sollen im Jahr 2014 so viel Wasser benötigt haben, wie in vier olympische Schwimmbecken passt, nämlich insgesamt 10.000 Kubikmeter. Das berichtet orf.at bzw. das Service-Magazin"heute konkret". Weder in den Jahren davor noch in den Jahren danach, gab es vergleichbare Werte - der Vebrauch war normal.

Nachdem weder ein Wasserrohbruch oder ein Leck festgestellt werden konnte, läuft die Suche nach einer Erklärung für den ungewöhnlich hohen Verbrauch. Das ärgerliche daran: die Hausverwaltung hat die Kosten für das Wasser dennoch den Mietern verrechnet, sie haben bis zu 4.000 Euro für das Jahr 2014 nachzahlen müssen.

Mieter vermuten defekten Zähler

Auch Umbauarbeiten am Gebäude, die ein Grund für höheren Wasservebrauch sein könnte, habe es in den betreffenden Jahren nicht gegeben. Nun tippen die Mieter auf einen defekten Zähler - das kann für den betreffenden Zeitraum aber nicht mehr nachgewiesen werden.

„Dieser Zähler wurde vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen überprüft, das ist die staatlich anerkannte, akkreditierte Prüfstelle und wurde für in Ordnung befunden“, sagt dazu der Betriebsvorstand von Wiener Wasser. Deshalb war eine Kulanz durch die Hausverwaltung nicht möglich.

Zerubin spricht gegenüber der bz auch die Verantwortung der "Wasserabnehmer", sprich der Mieter, an: „Das Wichtigste ist, dass man am besten einmal im Monat zum Wasserzähler geht, schaut, ob alles dicht ist, abliest und sich dann den täglichen Verbrauch im Durchschnitt errechnet." So würde man merken, wenn Wasser austritt und etwa im Erdreich versickert. So könnte man den Mietern für einen bestimmten Zeitraum zumindest die Abwassergebühr erlassen.

Für die Mieter könne man von Seiten des Wiener Wasser jedenfalls nichts tun,
der Fall Halbgasse 7 wird nun wohl in eine Klage der Mieter münden, die zivilrechtlich mit der Hausverwaltung gelklärt werden muss. Vielleicht klärt sich dann auf, wie es zu dem mysteriösen Wasserverbrauch gekommen ist.
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