16.06.2016, 11:33 Uhr

Gütesiegel für zehn Osttiroler Bergwege

LHStv Josef Geisler, GF Barbara Nussbaumer vom TVB Osttirol mit dem Wegekoordinator des Nationalpark Hohe Tauern, Friedl Steiner, sowie Sport-Abteilungsvorstand Reinhard Eberl. (Foto: Land Tirol/Steiner)
OSTTIROL (red). Sie zeichnen sich durch ihren hervorragenden Zustand, beste Betreuung, einheitliche Markierung und die richtige Schwierigkeitseinteilung aus – die mit dem Bergwege-Gütesiegel des Landes Tirol prämierten Bergwandergebiete.
„Das Gütesiegel bürgt für Qualität und Sicherheit im alpinen Gelände und garantiert darüber hinaus Naturerlebnisse der Extraklasse“, sagte Sportreferent LHStv Josef Geisler anlässlich der Verleihung des Gütesiegels an diverse Tiroler Tourismusverbände sowie der Prämierung einzelner Wege als „Tiroler Bergweg mit Auszeichnung“.
„Wandern auf den mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Wegen heißt Wandern auf besten Wegen“, freut sich Geisler über das Qualitätsbewusstsein der Tourismusverbände und bedankt sich bei ehrenamtlichen Wegarbeitern der alpinen Vereine für ihr Engagement. Das alpine Wegenetz biete Einheimischen wie Gästen unzählige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten und sei zudem das Rückgrat des Sommertourismus.

Nationalpark Hohe Tauern ist Spitzenreiter

Insgesamt 35 Bergwegen wurde das Prädikat „Tiroler Bergweg mit Auszeichnung“ im Landhaus in Innsbruck verliehen. In Summe gibt es in Tirol 80 aufgrund ihrer Naturschönheiten speziell ausgezeichnete Bergwege. Dass sich gleich zehn der heuer prämierten Wege in Osttirol befinden, wertet Geisler „als Beweis für den besonderen Reiz der Osttiroler Bergwelt“. Eine besonders hohe Dichte an ausgezeichneten Wegen gibt es im Nationalpark Hohe Tauern. Sechs Wegen wurde das mit fünf Jahre geltende Gütesiegel wiederverliehen. Neu ausgezeichnet wurde der „Muhs Panoramaweg“ in Prägraten.
Der Tourismusverband Osttirol erhielt für die Betreuung der Bergwandergebiete entsprechend den Richtlinien des Tiroler Wander- und Bergwegekonzeptes neuerlich das Bergwege-Gütesiegel als „Zeichen für das Qualitätsbewusstsein und den Stellwert des Bergsports in Osttirol“, wie Geisler sagte.

Eigenverantwortung am Berg

Das Tiroler Bergwege-Gütesiegel gibt es seit 1984. Kriterien für die Verleihung sind die Schwierigkeitseinteilung, die Entschärfung von Gefahrenstellen und eine einheitliche Markierung samt dazugehörigen Wegtafeln sowie Gesamtinformation für Wanderer an den Ausgangspunkten und Info-Zentren der Wandergebiete. Das Gütesiegel wird ausschließlich für Wander- und Bergwege, nicht aber für alpine Routen vergeben. „Wir wollen niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Das Gütesiegel ist kein Ersatz für eine umsichtige, dem Können und der Kondition angepasste Routenplanung“, verweist LHStv Josef Geisler, der in der Landesregierung auch für die Bergrettung zuständig ist, auf das hohe Maß an Eigenverantwortung am Berg.

Die Osttiroler Bergwege mit Auszeichnung:

Nationalpark Hohe Tauern: Gletscherweg Innergschlöss, Venediger Höhenweg, Sudetendeutscher Höhenweg, Gritzer Seen, Alpenblumenweg Oberseite
Nationalpark Hohe Tauern, Gaßla Anda Weg, Muhs Panoramaweg (Neuverleihung)

Kartitsch/Karnische Alpen: Prinz Heinrich Gedächtnisweg

Sillian/Hochpustertal: Thurntaler Jubiläumsweg

Lienz: Lienzer Höhenweg
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