14.09.2016, 13:08 Uhr

Tierheimneubau ist auf Schiene

Obmann Josef Pedarnig, Vorstandsmitglied Christine Zangerl, Bgm. Elisabeth Blanik und Bgm Josef Mair (v.l.).

Nach zweijähriger Planungszeit soll der Spatenstich in der Lienzer Pfister noch im Herbst erfolgen.

"Alle behördlichen und baurechtlichen Genehmigungen sind vorhanden und wir werden in Bälde mit dem Bau des Tierheimes starten", freut sich der Obmann des Osttiroler Tierschutzvereins, Josef Pedarnig.
Die Kosten für das Bauprojekt belaufen sich auf 500.000 Euro davon übernimmt das Land Tirol 236.000 Euro, 50.000 Euro kommen aus dem Gemeindeausgleichsfonds, der Rest wird auf die Osttiroler Gemeinden aufgeteilt. Die Planungsverbände Lienzer Talboden und Oberland sind bereits im Boot, vom Iseltal gibt es noch keinen Beschluss.

Anerkennung zeigen

"Tierschutz ist Aufgabe der Gemeinden und dieser Aufgabe sind wir uns bewusst", erklärt Josef Mair, Bürgermeister von Dölsach und Obmann des Planungsverbandes Lienzer Talboden.
In die selbe Kerbe schlägt auch die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, die mit kosten von ca. 70.000 Euro für die Stadtgemeinde rechnet: "Bisher gibt es die Containerlösung, um die ärgste Raumnot zu lindern. Ich glaube es ist jetzt höchste Zeit, die Ehrenamtlichen, die sich Tag für Tag um die Tiere kümmern mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen und ihnen so Anerkennung zu zeigen."
An den laufenden Betriebskosten wollen sich die Gemeinden mit 20 Cent pro Einwohner beteiligen.

Offenes Haus

Das neue Tierheim wird als eingeschossiger Holzbau mit einer Nutzfläche von 178 Quadratmetern von der Firma Lusser aus Heinfels verwirklicht. Dazu kommen gut 100 Quadratmeter Freigehege. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Photovoltaikanlage.
"Uns war wichtig, dass wir ein offenes Haus mit freundlichem und hellem Ambiente bekommen", erklärt Christine Zangerl, Kassierin des Osttiroler Tierschutzvereins.

Inbetriebnahme 2017

Im Gebäude wird es unter anderem Räumlichkeiten für einen Tierarzt, Quarantänebereich, Waschraum sowie ein Büro geben. Außerdem ist auch eine Unterbringung für Kleintiere, ein Terrarium und eine Voliere eingeplant. Drei Abteile bieten Platz für bis zu acht Hunde und in den fünf Katzenräumen können bis zu 80 Stubentiger untergebracht werden. Diese Räume verfügen auch alle über ein anschließendes Freigehege.
Den genauen Termin für den Spatenstich können die Verantwortlichen zwar noch nicht nennen, laut Pedarnig und Zangerl wird das Haus aber noch heuer stehen. Die Inbetriebnahme ist für Juni/Juli 2017 geplant.

"Bausteinaktion"

Für die Einrichtung rechnet Zangerl mit Kosten von ca. 20.000 Euro. Um dieses Geld aufzutreiben wurde eine "Bausteinaktion" ins Leben gerufen, bei der sich Privatpersonen und auch Firmen durch Spenden beteiligen können.
Alle Informationen dazu unter www.osttiroler-tierschutz.at
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