26.09.2016, 18:07 Uhr

Der erste Lift für "Schihofen"

Hannes Mayer (technischer Leiter), Bgm. Reinhard Breitfuss, Schmittenchef Erich Egger

Die Schmittenhöhe und das Glemmtal wachsen jetzt zusammen

VIEHHOFEN. Wann macht man bei einer Seilbahn die Firstfeier? "Wenn alles steht, was man braucht", erläuterte Schmittenvorstand Erich Egger bei der zünftigen Feier. Und der Firstbaum kommt natürlich auf eine der neuen Gondeln. Mit den ausführenden Firmen, Mitarbeitern und Grundbesitzern wurde das große Ereignis ausgiebig gefeiert. Stolz und Freude waren bei allen Beteiligten greifbar. "Ein Kindheitstraum der Gemeinde wird heute wahr", meinte etwa Reinhard Breitfuss, Bürgermeister von "Schihofen".

Wenig Aufwand - viel Mehrwert

Die Idee der Verbindung zwischen Schmitten und Viehhofen existiert seit Jahrzehnten. Eine Abfahrt hat es früher bereits gegeben, aber die Aufstiegshilfe wurde nie realisiert. Jetzt steht die Mittelstation und der Lift wird noch in der heurigen Wintersaison in Betrieb gehen. "Mit wenig Aufwand wurde hier ein unglaublicher Mehrwert geschaffen", so Egger, der über die investierten Summen lieber nicht reden will. "Das Geld ist jedenfalls sehr gut eingesetzt, aber über die Höhe will ich nicht sprechen, sonst wird wieder darüber gejammert, dass man sich die Kartenpreise nicht mehr leisten kann. Was zählt ist, dass die Kunden mit dem Angebot und der Leistung zufrieden sind". "Und der Kunde trifft seine Entscheidung nach Größe und Schneesicherheit", so Egger. Diese Verbindung werde der ganzen Region gut tun, darin sind sich Politiker und Gäste einig.

Viehhofen verdankt den ersten Lift der Schmitten und den Grundbesitzern

Wie bei vielen Großprojekten spielten die Grundbesitzer auch bei der Verwirklichung der Verbindung zwischen Schmittenhöhe und Viehhofen (siehe Bericht) eine entscheidende Rolle. Ihnen galt daher der besondere Dank von Bürgermeister und Schmittenvorstand. Die Flächen der Abfahrt wurden gepachtet, der Grund auf dem die Tal- und die Mittelstation stehen, wurde gekauft. Helmut Gruber, der ehemalige Besitzer, befindet die Bahn für den Tourismus wichtig. Die Zustimmung zu dem Projekt sei für ihn daher eine logische Entscheidung gewesen, aber: "Die Verhandlungen sind nicht von heute auf morgen geglückt, für mich hat es letztendlich aber gepasst", schildert der Viehhofner. Es hätte auch andere Möglichkeiten für die Abfahrt gegeben, aber dafür hätte man im Tal noch mehr Grund gebraucht. Die jetzige Variante sei daher am sinnvollsten. Von den vielen betroffenen Eigentümern seien alle einverstanden.

Daten und Fakten:


Berg- und Mittelstation der neuen Ski-Verbindung zwischen der Schmittenhöhe und dem Glemmtal sind errichtet. Die erste Sektion wird diesen Winter in Betrieb gehen. Mit der 10er Kabinenbahn wurde wert auf Komfort, Geschwindigkeit und Geräuschlosigkeit gelegt. Die "First Class" Bahn hat eine größere Spurweite, die 69 Gondeln bieten zehn Personen bequem Platz. Sie überwinden 2.884 Meter und einen Höhenunterschied von rund 800 Meter in 10 Minuten. Am 17. Dezember wird die Bahn offiziell eröffnet. Eine 3,3 Kilometer lange, rote und beschneibare Abfahrt führt von der Bergstation auf dem Salersbachköpfl in 1.920 Meter bis zur Mittel- der sogenannten Winkelstation. Der nächste Bauabschnitt, die Talstation im Zentrum von Viehhofen, wird 2018 errichtet. Als nächster Schritt ist die Verbindung mit Saalbach Hinterglemm geplant. Damit wird vermutlich das bisher größte Skigebiet in Österreich entstehen.
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