05.04.2016, 08:59 Uhr

Powerfrauen geben Gas

Bezirks-Geschäftsführerin Carmen Boschele, Landtagspräsidentin Brigitte Pallauf, Bezirksleiterin Angelika Bots-Hölzl.

Die Pinzgauer ÖVP-Frauen wählten eine neue Leiterin und arbeiten an ihrem Image.

ZELL AM SEE. Angelika Bots-Hölzl ist das neue Sprachrohr der ÖVP-Frauen im Pinzgau. "Man muss sich im Leben positionieren", erklärt die Mittersillerin ihr Engagement in der Politik. Nach 30 Jahren im Ausland ist die Heilpraktikerin in die Heimat zurückgekommen und will ihre Erfahrungen nun für andere Frauen nutzen. Sie wurde diese Woche als Nachfolgerin von Maria Egger zur Bezirksleiterin gewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind Maria Mitterer aus Saalbach-Hinterglemm und Maria Hutter aus Bruck.

Familie & Beruf

Die Landespartei hat sich zum Ziel gesetzt, Frauen vor den Vorhang zu holen und sie neu zu präsentieren. "Frauen tragen und gestalten Salzburg mit, das wird oft nicht so wahrgenommen", bedauert Landtagspräsidentin Brigitte Pallauf. Bewusst wird mit dem Klischee der "kekserlbackenden ÖVP-Frauen" gespielt. Es werde daher eine Sammlung von "Lebensrezepten" geben, so Pallauf. Berichte von Frauen, die auch als Vorbilder dienen sollen und die beschreiben, wie sie Familie und Politik oder Familie und die Führung eines Unternehmens geschafft haben. Pallauf hat selber zwei Kinder, ihr Sohn war 15, als sie in die Politik eingestiegen ist. "Der Familienrat wurde einberufen und mein Mann war bereit, Aufgaben zu übernehmen. Aber es ist nicht immer leicht, alles andere wäre geschwindelt", berichtet sie.

Politisches Engagement

Bots-Hölzl hat ebenfalls zwei Kinder und berichtet, dass diese stolz auf sie sind. "Aber am Anfang war es ein Kampf mit den Terminen", so die Unternehmerin. "Wenn es den Frauen gut geht, geht es den Kindern gut", ist sie überzeugt. Frauen würden sich zwar intensiv in den Gemeinden engagieren, sich im politischen Leben aber eher zurückhalten, zum Teil auch aus Angst, sich bei einem Thema nicht auszukennen. "Das passiert Männern auch. Deswegen muss man sich nicht schämen. Dafür bieten wir Beratung untereinander an", so Pallauf.
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