09.06.2016, 13:47 Uhr

Wasser – unsere wertvolle Ressource

BB-Redakteurin Julia Baumgärtner mit Nationalpark-Ranger, Hans Naglmayr, Theodor Steidl, vom Referat für Allgemeine Wasserwirtschaft und Albin Mayr, Verkaufsleiter bei Gasteiner Mineralwasser.

230 Liter Wasser verbraucht jeder Salzburger täglich – woher kommt es und wie lange geht das noch?

Wir im Land Salzburg sind es gewöhnt, dass sauberes Trinkwasser zu jeder Zeit aus unseren Leitungen sprudelt. 90 Prozent unseres Trinkwasser kommt zudem unbehandelt in unsere Gläser. Dass aber auch unsere Speicher versiegen können, erahnten wir im "Jahrhundertsommer" 2015, wo Meldungen von Trinkwasserknappheit im Flachgau beunruhigten.

Drei Interessen

In der Juni Ausgabe von Bezirksblätter Nachgefragt diskutieren Hohe Tauern Nationalpark-Ranger, Hans Naglmayr, Theodor Steidl, Leiter des Referats für Allgemeine Wasserwirtschaft im Land Salzburg und Albin Mayr, Verkaufsleiter bei Gasteiner Mineralwasser über die wertvolle Ressource Wasser.

Sein Büro ist draußen

Die Gewässer Salzburgs, ihre Flora und Fauna sind das "Büro" des Gasteiner Nationalpark-Rangers Hans Naglmayr. Um sie als Lebensraum für Tiere und als Notwendigkeit für uns Menschen zu erhalten, geht Naglmayr in Schulen und informiert die Kinder unter anderem über Möglichkeiten, Wasser zu sparen:

"Sei kein Verschwender!"

"Geschirr soll nicht unter fließendem Wasser gespült werden; Duschen statt Baden spart bis zu 100 Liter Wasser; Den Zahnputzbecher verwenden statt das Wasser während dem Putzen laufen lassen; Bei der WC-Spülung die Spartaste verwenden, sonst braucht man bis zu 50 Liter Wasser pro Tag mehr; Gemüse, Salat und Obst in einer Schüssel Wasser statt unter fließendem Wasser reinigen; Tropfende Wasserhähne reparieren, denn tropfende Wasserhähne verschwenden im Jahr 2.040 Liter Wasser; Fürs Blumengießen Regenwasser sammeln", gibt der Ranger zu bedenken. "Wir wenden uns mit der Thematik an die Kinder, weil sie die Akteure der Zukunft sind und schon heute positiv auf ihre Eltern einwirken."

Hochwertige Keller bauen

Mit Klimawandel bedingten Problemen wie Starkregen und Trinkwasserknappheit beschäftigt sich Theodor Steidl, Leiter des Referats für Allgemeine Wasserwirtschaft im Land Salzburg, täglich. Er weiß, dass die Salzburger beim Hausbauen künftig das mögliche Hochwasser "mitdenken" sollten. "Die Salzburger Hausbesitzer sollten monatlich Geld für solche Notsituationen sparen. Keller sollten hochwertiger gebaut werden, damit ihnen Wasser und Schlamm nicht so viel anhaben können. Auch Lichtschalter sollten höher gesetzt werden", so Steidl, der weiß: "Die Niederschlagsmenge hat sich in den Jahren nicht verändert aber die Zeit. Waren früher Sommer und Winter von starken Niederschlägen geprägt, verlagern sich diese nun auf das Frühjahr und den Herbst."

Verfügbar und Bequem

Die aktuelle Trinkwassersituation beeinflusst die Produktion bei Gasteiner Mineralwasser nicht, denn das Wasser aus der Gasteiner Quelle hat einen 150 Jahre langen Weg durch den Berg hinter sich. 94 Liter Mineralwasser trinken die Österreicher jährlich. Dass sie anstatt zur Leitung zur Flasche greifen, liegt laut Verkaufsleiter Albin Mayr – "an der Verfügbarkeit und der Bequemlichkeit. Ein Flasche 0,5 Liter Mineralwasser passt ideal in die Handtasche und kann überall gekauft werden." Da greift der Salzburger zur Flasche, obwohl für einen Liter Mineralwasser (1l Gasteiner um 0,47 Euro) rund 275 Liter Leitungswasser getrunken werden können "– aber auch die Qualität stimmt. Schließlich stellt Gasteiner ausschließlich hochqualitative, den strengsten Spezifikationen entsprechende Getränke her", so Mayr.

Die ganz Sendung sehen Sie ab Donnertag, dem 9. Juni um 18.30 im Programm von RTS.
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