09.05.2016, 11:42 Uhr

Fest der Begegnung im Pfarrheim Gablitz

Julia Hagl plaudert mit einem regelmäßigen Besucher des Pfarrhauses Gablitz

Am Donnerstag den 5. Mai 2016 fand im Pfarrheim Gablitz das „Fest der Begegnung“ statt. Gablitzer, sowie Flüchtlinge trafen sich um einen Nachmittag miteinander zu verbringen. Ab 17 Uhr wurde gegessen, geplaudert und getanzt.
Wir wollten wissen, was die Menschen an der jeweils anderen Kultur interessant finden.

REGION PURKERSDORF. (an.) Während draußen einige Burschen in der Nachmittagssonne Basketball spielen, wird drinnen das Buffet aufgebaut. Neben Mehlspeisen und Aufstrichen gibt es auch viele Spezialitäten aus Syrien. Schnell kommt man hier mit den Leuten ins Gespräch.
Julia Hagl unterrichtet zwei Mal die Woche freiwillig Deutsch. Die Räumlichkeiten dafür stellt die Pfarre Gablitz zur Verfügung. An der Wand hängt ein genauer Plan der Kurse. Viele Gablitzer unterrichten hier mehrmals die Woche. „Was man von einigen hier lernen kann, ist der Familiensinn. Vor allem die jungen Burschen sind sehr hilfsbereit und pflegen einen respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen. Das gefällt mir sehr gut.“, so Julia Hagl. Im Pfarrheim Gablitz findet jeden dritten Donnerstag ein gemeinsames Essen statt.
Auch der sechzehn Jährige Hekmat Azimi nimmt dieses Angebot gerne an. Ihm gefällt an seiner neuen Heimat, dass „alle so freundlich sind.“ Lächelnd erzählt er, dass „in der Schule Mädchen und Buben alles zusammen machen.“, das finde er gut. Adnan Šehić, vom Verein „menschen leben“ und Einrichtungsleiter des Haus Gablitz lobt Hekmat. „Wir überlegen schon, ihn für uns als Pressesprecher einzusetzen. Er kommt immer schnell mit Leuten in Kontakt.“
Auch Astrid Wessely, Flüchtlingskoordinatorin der Gemeinde Gablitz ist anwesend. „Ich finde es schön wenn Dankbarkeit zurück kommt und wenn man langsam die ersten Erfolge sehen kann.“ Gemeinsam mit einer Gruppe Freiwilliger organisiert sie laufend Veranstaltungen und Angebote für Flüchtlinge, wie Gablitzer. Auch der sechzehn Jährige Yassin Alabdulla Hussin schmiedet Pläne für die Zukunft. Er finde es gut, dass man in Österreich so einfach studieren kann. Er möchte gerne Arzt werden. Nur bei einer Sache sind sich die meisten Syrer einig: Das syrische Essen schmeckt ihnen besser, als das österreichische.
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