20.09.2016, 15:53 Uhr

Stadtgemeinde Pressbaum wurde erneut für Energieeffizienz ausgezeichnet

v.l.n.r.): Herbert Greisberger (Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ), Bgm. Josef Schmidl-Haberleitner, Energie-Landesrat Stephan Pernkopf, UGR Michael Sigmund, GR Anton Strombach (Foto: NLK Filzwieser)

Pressbaum holte sich das dritte von fünf "e" des e5-Programms für energieeffiziente Gemeinden.

PRESSBAUM (red). Im Rahmen des Landesprogramms für energieeffiziente Gemeinden konnte die Stadtgemeinde Pressbaum ihre erfolgreiche Energiepolitik fortsetzen und bei der zweiten Auditierung ihren Status von zwei auf drei begehrte „e“ steigern.

Weiteres "e" für Pressbaum

Im Zuge der Auditierung nahm der Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner die Urkunde und die verdienten drei „e“ von Energie-Landesrat Stephan Pernkopf und Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, entgegen. Die feierliche Auszeichnung erfolgte im Rahmen des Energie- und Umweltgemeindetages im Landtagssaal in St. Pölten. Landesrat Stephan Pernkopf gratuliert: „Niederösterreich produziert mittlerweile 100 Prozent seines Strombedarfs aus Erneuerbarer Energie - sicher und sauber. Engagierte e5-Gemeinden wie Pressbaum spielen dabei eine bedeutende Rolle, gehen mit gutem Beispiel voran und setzen innovative Energieprojekte um.“

„Champions League“ der energieeffizienten Gemeinden

Das e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden ist die „Champions League“ der energieeffizienten Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, der Nutzung Erneuerbarer Energie und zum Klimaschutz zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Je nach Grad der erreichten Umsetzung erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Der Erhalt eines „e“ ist mit einer Haube in der Gastronomie vergleichbar, je mehr „e“, desto höher der Umsetzungsgrad. Die e5-Gemeinden müssen sich dafür in regelmäßigen Abständen einer externen Auditierung stellen, bei der ihre Erfolge sichtbar und mit anderen Gemeinden vergleichbar werden.

Überzeugende Projekte im Energiebereich

Die Stadtgemeinde Pressbaum zeichnet sich vor allem durch ihre Umsetzungen im Mobilitätsbereich aus. Die engagierten e5-Teammitglieder setzen dabei auf eine umfassende Planung, dazu wurde bereits mit der Erstellung von Verkehrskonzepten und des RADLGrundnetz ein wesentlicher Grundstein gelegt. Ein Highlightprojekt stellt sicher auch die Einführung eines E-Car-Fahrtendienstes auf Vereinsbasis dar, welcher mit Hilfe freiwilliger Fahrer Personen aus dem weitläufigen Gemeindegebiet auf ihren Wegen ins Zentrum unterstützen soll. Im Energiebereich setzt man in Zukunft vor allem auf Energieeffizienz. Dafür befindet man sich gerade in der Endphase einer Ausschreibung für die Umstellung auf LED Straßenbeleuchtung, die 2017 in die Umsetzung gehen soll und bis zu 400.000 kWh jährlich einsparen soll. Den Strom für die Straßenbeleuchtung und allen anderen Einrichtungen bezieht Pressbaum seit 2010 ausschließlich aus erneuerbaren Energien von Anbietern, die das Umweltzeichen UZ 46 tragen. Aufgrund einer eigens erarbeiteten Ausschreibung für Ökostrom mit Umweltzeichen, wurde die Stadtgemeinde 2013 als erste Gemeinde Österreichs mit der Umweltzeichen Plakette des Lebensministeriums ausgezeichnet. Die Stadtgemeinde ist ebenso bemüht, ihre BürgerInnen stets mit Veranstaltungen und Initiativen zu Energie- und Umweltthemen zu informieren. So wird bereits seit vielen Jahren, jeweils im September das Pressbaumer Klimafest in Kooperation mit dem Klimabündnis, mit Schwerpunkten wie z.B. Elektromobilität, ausgerichtet. Die zahlreichen Fortschritte und Maßnahmen in den letzten Jahren überzeugten bei der Auditierung und brachten der Stadtgemeinde mit einem Umsetzungsgrad von 55% verdiente drei „e“. „Dank der konsequenten und konstruktiven Zusammenarbeit von Pressbaum und der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich haben wir viele Projekte erfolgreich umgesetzt. Das positive Ergebnis ist für uns ein Ansporn, weiter am Ball zu bleiben“, freut sich e5-Teamleiter Umweltgemeinderat Friedrich Brandstetter.

Das e5-Programm in Niederösterreich wächst

Die umgesetzten Maßnahmen der niederösterreichischen Gemeinden können sich international sehen lassen. Besonders hervorzuheben sind die Sanierungserfolge öffentlicher Gebäude, die Sanierung von Straßenbeleuchtungen, die Umsetzung von Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung und der Aufbau von E-Carsharing-Modellen. „Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich steht den Gemeinden mit ihren Expertinnen und Experten mit Rat und Tat zur Seite. Damit wird es für Gemeinden leichter, konkrete Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Bis ins Jahr 2020 wollen wir 50 Vorreitergemeinden im e5-Programm betreuen“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.
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