31.05.2016, 12:30 Uhr

Business Brunch: Ein Herz für ältere Modelle

Konstantin Köstler plauderte mit Redaktionsleiterin Tanja Waculik über seinen Weg in die Selbstständigkeit.

Konstantin Köstler von "Fair Repair 7+" über Preissensibilität, alternde Fahrzeuge und Zukunfts-Ziele.

PRESSBAUM. Mit „Fair Repair 7+“ haben Sie sich vor Kurzem in Pressbaum selbstständig gemacht. Wie kam’s?
KONSTANTIN KÖSTLER: Die Idee stammt von Thomas und Martina Puhm, also den Inhabern der Firma Autohaus BMW Mann. Man hat dort gesehen, dass der Anteil an älteren BMW- & Mini-Fahrzeugen im Gebiet sehr hoch ist. Deswegen hat man sich gefragt, wie man diese Fahrzeuge wieder ein Stück weit zurück in die Werkstatt gewinnen kann. Nachdem ich mit Familie Puhm über drei Jahre zusammengearbeitet habe, haben sie mich gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könne dieses Projekt zu übernehmen. Mit 1. Mai haben wir nun eröffnet, jetzt läuft’s die vierte Woche.

Die Werkstätte richtet sich also bewusst an eher ältere Autos?
Genau. Je älter die Fahrzeuge werden, desto mehr bricht der Betreuungsgrad in der Vertragswerkstatt ab, weil die Preissensiblität der Kunden entsprechend steigt, je älter das Auto wird. Deswegen wollen wir versuchen die BMW-/MINI-Kunden, unabhängig vom Stammhaus, mit einer kostengünstigen Alternative für Service und Ersatzteile zurückzuholen.

War es schon immer Ihr Wunsch irgendwann selbstständig zu sein?
Ja schon, meine Familie kommt eigentlich aus der Selbstständigkeit. Meine Eltern sind seit ich auf der Welt bin selbstständig. Meine Mutter hat ihr Leben in der Gastronomie verbracht und mein Vater war selbstständiger BMW-Vertragspartner und führt immer noch eine KFZ-Werkstatt. Mein Bruder hat den Gastro-Betrieb meiner Mutter übernommen. Dann hab ich gesagt, ich kann ja nicht der Einzige in der Familie sein, der nicht selbstständig ist, jetzt muss ich mitziehen (lacht).

Die Liebe zur Marke BMW war dann durch den Vater in die Wiege gelegt?
Kann man so sagen – ein Wunder, dass ich nicht in einem BMW geboren wurde (lacht).

In der KFZ-Branche gibt's ja laufend technische Neuerungen. Wie schwierig ist es da am Ball zu bleiben?
Viele BMW-Autos die sieben Jahre und älter sind enthalten eine Elektronik, die be anderen Herstellern jetzt vielleicht erst am Markt kommt. Man braucht da schon viel Wissen und Know-how um das Reparieren zu können. Es ist wichtig sich da immer weiterzubilden, so rasant wie sich das entwickelt.

Wie ist Ihre Meinung aus Expertensicht zur Elektro-Mobilität?
Wir haben das Netzwerk an Elektroladestationen in Österreich noch nicht, und auch der Preis spielt eine Rolle. Wenn ich für ein E-Auto denselben Preis zahle wie für einen 1er oder 3er BMW, der mir aber wesentlich mehr Komfort bietet, entscheidet man sich sicher in diese Richtung. Österreich ist da, glaube ich, noch eher am Anfang. Die Hybrid- und Elektro-Technologie ist aber sicher ein Vorreiter.

Welche Zukunftspläne haben Sie für "Fair Repair 7+"?
Der erfolgreiche Start ist jetzt natürlich mal wichtig, aber wenn’s funktioniert, wollen wir kontinuierlich wachsen. Das Ziel ist, wenn das Unternehmen gut läuft, sich auch einen zweiten Techniker zu leisten und so zu wachsen. Daran arbeiten wir fest und versuchen jetzt einen Kundenstamm aufzubauen, der uns auch in Zukunft treu bleiben wird.

WORDRAP

mit Konstantin Köstler, Fair Repair 7+:
Zum Frühstück gibt’s für mich… Kaffee auf jeden Fall und entweder nix sonst, oder ein schönes Sonntags-Frühstück mit allem drum und dran im Kreis der Familie.
Meinen Kaffee trinke ich… mit Milch, ohne Zucker.
Dorthin würde ich gerne reisen… Ibiza, Spanien.
Privat fahre ich… ein Auto mit Allradantrieb.
Mein Traumauto… ein BMW Sportwagen.
Mein erstes Auto… war ein BMW Diesel vom Großvater.
Erfolg bedeutet für mich… das Berufliche und das Private zu verbinden und im Einklang mit dem zu sein was man tut, dass die Familie auch neben dem Beruf funktioniert und läuft und nicht darunter leidet.
Mit dieser Person würde ich gerne mal zu Abend essen… Arnold Schwarzenegger.
Das wollte ich als Kind werden… Rennfahrer.
Drei Dinge für die einsame Insel… meine Familie, ein Feuerzeug und vielleicht ein Regenschirm wenn ich da so rausschaut (lacht und blickt nach draußen ins Regenwetter).
Wäre ich für einen Tag Bürgermeister… dann würde ich mir als erstes mal den Fuhrpark anschauen und mich vielleicht für eine Änderung der Fahrzeuge einsetzen (lacht).
Meine letzten Worte sollen sein… das hab ich mir noch nie überlegen müssen – gottseidank, und das wird auch noch lange so sein.

Cafe Corso
Café Corso: Die Speisekarte und das Buffet am Wochenende ermöglichen individuelles Frühstück. Hier zu sehen: Ein Sesam-Bagel gefüllt mit Frischkäse und ein Cafe Latte.

Café Corso
Hauptstraße 55
3021 Pressbaum

Zum Business Brunch trafen wir Konstantin Köstler im vor wenigen Monaten eröffneten Café Corso in Pressbaum. Die Frühstücksauswahl lässt hier keine Wünsche offen: Ob Frühstücksteller mit Schinken, Wurst und Käse, Marmelade, Honig, Nutella, Müsli, Obstsalat, Sandwiches, Paninis oder ein weiches Ei: Hier kommt jeder auf seine Kosten und kann sich sein Frühstück individuell gestalten – wochentags von der Speisekarte weg, am Wochenende regelmäßig sogar in Buffet-Form. Die moderne und freundliche Gestaltung des Café sorgt für ein angenehmes Ambiente. Für drei Kaffee, eine Heiße Schokolade, einen Bagel mit Frischkäse und ein warmes Schinken-Käse-Panini bezahlten die Bezirksblätter 18,70 Euro.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.