17.04.2016, 17:39 Uhr

Hans Lengauer auf der Biennale

Mag. Johann Lengauer, Künstler in Wippenham, ist heuer mit seinem Werk „Thron für Menschenwürde“ bei einer Ausstellung im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig vertreten. Herzliche Gratulation zu dieser Auszeichnung!

Die Architekturbiennale – eine alle zwei Jahre stattfindende internationale Ausstellung in Venedig – ist eines der wichtigsten und größten Ereignisse im Kunst- und Architekturbetrieb. Große Freude löste deshalb bei Hans Lengauer und seinen Freunden die Nachricht aus, dass er bei dieser Veranstaltung an einer Gemeinschaftsausstellung beteiligt ist. Im Rahmen des Projekts Senza Terra („Ohne Land“), das auf der Klosterinsel San Servolo seinen Platz hat, wird sein „Thron für Menschenwürde“ vorgestellt. Für Senza Terra wurden Werke von etwa 50 Künstlerinnen und Künstler vorwiegend aus Italien und Deutschland ausgewählt.

„Mein Beitrag ‚Ein Thron für Menschenwürde‘ ist in vielerlei Hinsicht aktuell. Zuallererst mit Blick auf die Flüchtlingswelle, wo die Zivilbevölkerung durch Terror und Bombenhagel machthungriger Interessensgruppen zur Flucht gezwungen wird und auch auf der Flucht menschenunwürdige Zustände und Verhältnisse zu erleiden hat“, meint der Künstler, dem auch das Ausstellungsthema „Ohne Land“ gut gefällt. „Kunstschaffenden sind auch in gewisser Weise landlos, nicht normiert und nicht eingebettet. Mir widerstrebt die einseitige Selbstdefinition über das Haben massiv und ich bin der Überzeugung, dass Glück und Lebensqualität nicht mittels Konsum erreicht werden kann. Die penetrante Ideologie grenzenlosen Wachsenmüssens und die damit verbundene Naturverschwendung halte ich für gefährlich“.

„Der Thron für Menschenwürde“ ist einer der Höhepunkte des Werkbereichs „INNERE KÖNIGE“ mit denen sich Hans Lengauer mittlerweile seit 10 Jahren beschäftigt. „Dieser Thron lädt die Besucher ein zum Platznehmen, zum Durchatmen und zum Nachdenken über die Würde eines Menschen, über dessen Einmaligkeit und Kostbarkeit. Im Hintergrund befindet sich dann das Bild ‚Lebensfreude zum Quadrat‘ aus blauem Prosecco Glas. Durch die Lichtspiegelungen der gewölbten Glasstücke erscheint das Bild ständig in einem sinnlichen Wandel. Es wirkt wie ein Blick ins Universum und ist zugleich ein Versuch, auch mit ausrangiertem Material achtsam und phantasievoll umzugehen.“

Diese Rauminstallation aus Glasbild (2 m x 2 m) und der Skulptur aus Stahl und Zwetschkenholz (172 x 69 x 65 cm) ist natürlich am eindrucksvollsten in Originalgröße. Es gab bei diesem Biennale-Projekt aber für alle Teilnehmer eine Formatvorgabe, um sämtliche Arbeiten im Kreuzgang des Klosters San Servolo unterzubringen. So wird das Projekt von Hans Lengauer als fotografische Ausarbeitung (Alu-Dibond-Druck) bei der Ausstellung vertreten sein.

Jedenfalls ist es eine große Auszeichnung für den Wippenhamer Künstler bei dieser internationalen Schau ausgestellt zu werden – herzliche Gratulation!
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