27.04.2016, 12:00 Uhr

Miba: Rekordinvestitionen von über 110 Millionen Euro

(Foto: Miba AG)

Umsatzanstieg durch starke Automobilindustrie und Währungseffekte

Der Gruppenumsatz der Miba AG stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. 2. 2015 bis 31. 1. 2016) um 7 Prozent auf 719,1 Millionen Euro. Mit knapp 80 Millionen Euro
erreichten sowohl die Investitionen in Sachanlagen wie auch jene in Forschung &
Entwicklung mit 31,8 Millionen Euro ein Rekordniveau. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg weiter an. Per 31. 1. 2016 sind 5397 Mitarbeiter/innen an weltweit 22 Standorten für die Miba tätig.


LAAKIRCHEN. Das abgelaufene Geschäftsjahr zeigte, dass sich die Hauptfelder der Miba in zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickelten. Während sich die Automobilindustrie wie bereits im letzten Jahr stark entwickelte, sah sich die Miba in den Märkten der Investitionsgüterindustrie jedoch mit schwachen bis rückläufigen Marktentwicklungen konfrontiert. „Das abgelaufene Geschäftsjahr hat einmal mehr bewiesen, wie wichtig unser diversifizierter Geschäftsansatz gerade in volatilen Zeiten ist und dass Flexibilität und permanente Weiterentwicklung die Gebote der Stunde sind“, so CEO F. Peter Mitterbauer.
2015 ging die weltweite Nachfrage nach Bau- und Bergbaumaschinen sowie nach Schiffen abermals zurück. Der Lkw-Markt entwickelte sind in den USA und Europa zufriedenstellend, in China allerdings, insbesondere ab dem zweiten Halbjahr, stark rückläufig. Die Märkte für Traktoren und Lokomotive-Anwendungen entwickelten sich stabil, die Nachfrage nach Leistungselektronik-Komponenten für die Übertragung von Energie leicht positiv. Für alle genannten Branchen ist die Miba mit der Entwicklung und Produktion von Gleitlagern, Sinterformteilen, Reibbelägen, Beschichtungen, Leistungselektronik-Komponenten und Sondermaschinen wichtiger Partner aller namhaften Hersteller.

50 Mio. mehr Umsatz dank Automobilindustrie und Wechselkurs

Der Gruppenumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 49,8 Mio. auf 719,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 82,9 Millionen Euro (2014/15: EUR 81,9 Mio). „Die Ergebnisentwicklung spiegelt das herausfordernde Marktumfeld wider“, so Mitterbauer.

Investitionen zur Stärkung der Technologieführerschaft

Noch nie in der bald 90-jährigen Geschichte der Miba wurde so viel in die Zukunft investiert wie heute: EUR 79,2 Millionen flossen in Sachanlagen, EUR 31,8 Millionen in Forschung & Entwicklung. Die Forschungsquote liegt damit bei 4,4 Prozent des Gruppenumsatzes. Dies sichert eine weitere Stärkung der Innovationskraft und Technologieführerschaft der Miba und bildet damit die Grundlage für zukünftiges Wachstum. Themen wie die Erhöhung der Energieeffizienz sowie Präzisions- und Komfortsteigerung bei den Endprodukten ihrer Kunden bilden Entwicklungsschwerpunkte. Daneben beschäftigt sich die Miba eingehend mit
Entwicklungsprojekten im Bereich der E-Mobilität.

Lehre im zweiten Bildungsweg ist „in“

Mit zwei Millionen Euro erreichten 2015 auch die Investitionen für Aus- und Weiterbildung einen neuen Höchstwert. Neben dem dualen Ausbildungsmodell in Österreich und der Slowakei hat die Miba begonnen, einen ähnlichen Zugang länderindividuell auch in den USA aufzubauen. Insgesamt bildet die Miba aktuell 229 Lehrlinge aus. In Österreich konzentrierten sich die Weiterbildungsaktivitäten auch auf Maßnahmen zur Höherqualifizierung von bestehenden Mitarbeitern. 12 Mitarbeiter/innen zwischen 24 und 47 Jahren (immerhin ein Drittel der Lehrlings-Neuzugänge) haben letzten Herbst berufsbegleitend mit der zweijährigen Ausbildung zum Metallbearbeiter begonnen. „Das Interesse war noch weit größer, weshalb wir mit einer zweiten Gruppe starten werden“, so Mitterbauer. Insgesamt beschäftigte die Miba zum 31. 1. 2016 an weltweit 22 Standorten 5.397 Mitarbeiter
(inkl. Leasing). In einem Zeitraum von 5 Jahren ist die Zahl der Beschäftigten um 1.900 gestiegen, davon knapp 400 in Österreich und 650 in der Slowakei.
Miba will organisch und durch Akquisitionen wachsen Im abgelaufenen Jahr konnte die Miba ihre finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit nochmals steigern. Dies stellt die Grundvoraussetzung für organisches Wachstum und angestrebte
Akquisitionen dar. „Neben dem Ausbau unserer angestammten Bereiche wollen wir auch unser Produktportfolio über Akquisitionen weiter verbreitern. Mit unserem Know-how in Bezug auf technologisch anspruchsvolle Komponenten können wir auch in anderen Bereichen rund um die Megatrends Mobilität und Energieeffizienz einen Mehrwert schaffen“, ist Mitterbauer überzeugt.

Flexibilität weiterhin gefragt

Obgleich Mitterbauer auch heuer noch keine nachhaltige Verbesserung in den
Investitionsgütermärkten erwartet, bestätigt er die strategische Ausrichtung der Miba. „Wir agieren in Märkten, die durch die Megatrends Mobilität und Energie getrieben werden und erwarten damit langfristig eine stabile bis positive Entwicklung auf dem Großteil unserer Märkte“, so der CEO. Auch sieht Mitterbauer keinen Anlass zum Zweifel, dass die USA und China mittel- bis langfristig wie in der Vergangenheit die Wachstumstreiber für seine Branche sein werden. „Das dynamische Umfeld, in dem wir uns momentan bewegen, aber auch der rasche technologische Fortschritt verlangen einen noch stärkeren Fokus auf den Bereich Innovation und Technologie. Nur so können wir etwaige länger andauernden Marktschwächen durch entsprechend mehr Produktneuanläufe kompensieren und damit unsere Technologie- und Produktführerschaft weiter ausbauen“, so Mitterbauer abschließend.
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