22.04.2016, 14:25 Uhr

Sonderführungen durch Maximilianräume

Jenbach: Schloss Tratzberg | Kaiser Maximilian I. nutzte Schloss Tratzberg seinerzeit um 1490 als Jagdresidenz.

Nachdem ein Brand das Schloss im Jahre 1491 weitgehend zerstörte, baute der Kaiser es nicht wieder auf, sondern tauschte die Ruine gegen ein anderes Schloss mit den reichen Silberbergwerksbesitzer Tänzel, welche Tratzberg nach und nach wieder vollständig aufbauen ließen und prunkvoll ausstatteten. „1500. Veit Jakob und Symon Tänzl geprider haben gepawt das Schloss“ steht so auf einem Wappenstein im Innenhof von Schloss Tratzberg.

Zu Ehren des Vorbesitzers ließen die Gebrüder Tänzel das einzigarte Wandgemälde des Habsburger Stammbaums anfertigen und richteten für den Kaiser zwei Gemächer ein, sollte dieser sich in der Gegend aufhalten. Es wird vermutet, dass der Kaiser diese auch nutzte und noch mehrmals auf Tratzberg genächtigt hat.

Auch mehr als 500 Jahre nach ihrer Errichtung konnten diese beiden Zimmer im obersten Stockwerk im Originalzustand erhalten werden.


„Ich leb, waiss nit wie lang und stürb waiss nit wann, muess faren, waiss nit wohin, mich wundert, das ich so frelich bin!“
Des Kaisers Lieblingsspruch ziert eine Wand in der Maximilianstube. Gut möglich, dass dieser ihn sogar selbst dorthin geschrieben hat. Ein interessantes Detail ist auch eine eingebaute Falltreppe, die einen schnellen Fluchtweg des Kaisers garantieren sollte.

Um den sehr guten Zustand der Gemächer zu wahren, sind diese eigentlich für Besucher gesperrt.

Am Wochenende vom 21.-22. Mai werden die Maximilianräumlichkeiten geöffnet - erst zum dritten Mal seit Tratzberg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde - und bieten somit einen sehr seltenen und kunsthistorisch äußerst wertvollen Einblick

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