31.03.2016, 10:30 Uhr

Einfamilienhaus in Fügen in Gefahr

FÜGEN (fh). Vergangene Nacht musste ein Familie aus dem Fügener Ortsteil "Haidach" aus ihren Haus evakuiert werden. Der Grund dafür ist eine 3 Meter tiefes und ca. 2,5 Meter breites Erdloch, das plöztlich im Garten der Familie Hauser einbrach. Unterhalb des betroffenen Wohnhauses wird ein Wohnbauprojekt der Fa. Eberharter & Gruber realisiert. Um dieses Wohnbauprojekt überhaupt starten zu können wurde ein geologisches Gutachten erstellt und das Unternehmen Felbermayer (ein international agierender Spezialist für Hangsicherungen) wurde damit beauftragt die Spritzbetonwand für die 15 Meter hohe Baugrube zu errichten. Vor Ort in Fügen war vergangene Woche auch die Landesgeologie welche erklärte, dass Hangwasser und dadurch gebildete Hohlräume der Grund für den Erdrutsch seien. Landesgeologe Gunther Heisel schätze die Situation als prekär ein woraufhin die drei Bewohner des Hauses evakuiert wurden. "Natürlich ist es weder für uns noch für die Fa. Felbermayer eine angenehme Situation und wir arbeiten mit Hochdruck daran hier alles wieder in Ordnung zu bringen. Es werden derzeit Probebohrungen gemacht um dann etwaige Hohlräume mit Beton auszufüllen", erklärt Florian Wetscher, Baumeister/Ing. bei Eberharter & Gruber.

Bau nicht eingestellt

Bürgermeister Dominik Mainusch war am Abend des Erdrutsches selbst vor Ort und beriet sich mit den Vertretern des Landes Tirol, den Anrainern sowie den Vertretern der Firmen über das weitere Vorgehen. Die Baustelle für das Wohnbauprojekt wurde nicht eingestellt da die Betonmauer nur eine kaum messbare Setzung (im Milimeterbereich) aufwies. Eine Mauer dieser Größenordnung wird laufend von einem Geometer überprüft um etwaige Veränderungen zu registrieren.

Gefahr gebannt?

Landesgeologe Gunther Heisel erklärt auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion: "Die bereits eingeleiteten Maßnahmen haben die Ausschwemmungen durch das Hangwasser bereits stark unterbunden und die ersten Hohlräume werden bereits verfüllt. Dass sich die Gefahr verringert hat kann man daran erkennen, dass das Wasser mittlerweile nur mehr klar herauskommt. Wenn nichts außergewöhnliches passiert dürfte man in der Lage sein die Gefahr abzuwenden", erklärt Heisel.
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