08.10.2016, 09:35 Uhr

Musikalität in die Wiege gelegt bekommen

Das offizielle Kampagnenbild von Anja Lax-Peitler (Foto: Nina Hader)

Die 39-jährige Anja Lax-Peitler gehört zu den 43 „Gesichtern der Region“

RENNWEG. Anja Lax-Peitler hat die Musikalität in die Wiege gelegt bekommen, wie sie einräumt. Die Leiterin der Katschtaler Sängerrunde hat vor acht Jahren diese Aufgabe von ihrem Vater Alfred übernommen, der den Chor 1981 als Sing- und Spielgruppe gegründet und 2008 in die jüngeren Hände seiner bisherigen Stellvertreterin übergeben hatte. "Das ist eher selten", räumt Anja Lax-Peitler ein, die nun die musikalische Verantwortung für den 17 weibliche und zehn männliche Sänger zählenden Chor trägt, zu denen auch ihr heute 60 Jahre alter Vater noch immer gehört.

Zunächst Chor nominiert

Weil sie sich der Bedeutung der Sängerrunde für die Region bewusst ist, deren Logo das Motto "Miteinander - Füreinander" ziert, hat Anja Lax-Peitler den Chor für die Kampagne „Drauf bin i stolz“ der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Nockregion-Oberkärnten nominiert. Weil wiederum aber "nur" einzelne Personen gefragt sind, hat die Sängerrunde ihre Chorleiterin als eines der 43 „Gesichter der Region“ bestimmt.

Wenn nicht sie, wer dann sollte die Gemeinschaft repräsentieren, der die 39-jährige seit ihrem 15. Lebensjahr angehört? Nach ihrem Dafürhalten hat die Religionslehrerin, die gerade ein dreijähriges berufsbegleitendes Studium an der Karl-Franzens-Universität Graz zur Religionspädagogin mit dem Mastertitel abgeschlossen hat, ein Gespür für den Mitmenschen, versucht, empathisch zu sein.

"Im Chor singt niemand allein für sich"

"Viele Menschen meinen, sie könnten nicht singen", berichtet die Rennwegerin lachend, "doch im Chor singt ja niemand allein für sich. Das baut sich langsam auf." Voraussetzung sei natürlich, dass die Gemeinschaft passt: "Dann passt auch der Klang." Dass die Gemeinschaft harmoniert, sei an jeden Freitagabend abzulesen, wenn die Mitglieder es sogar aus Gmünd auf sich nehmen, nach der Arbeit von 20 bis 22 Uhr intensiv zu proben. Und anschließend zu Ratschen.

Probenraum selbst gestaltet

Doch damit nicht genug: Die Frauen und Männer aller Altersgruppen und Berufe pflegen ein geselliges Beisammensein, haben den Probenraum im Pfarrhof St. Peter selbst auf Vordermann gebracht - die Wände gemalt, neue Vorhänge angebracht. "Wir können uns jederzeit aufeinander verlassen", schwärmt die Chorleiterin. Zum Beispiel, wenn man persönliche Hilfe braucht oder unter der Woche überraschend eine Beerdigung ansteht. "Dann werden, der verstorbenen Person angemessen, passende Lieder angestimmt."

Umfangreiches Repertoire

Wie überhaupt die Chorgemeinschaft über ein umfangreiches Repertoire verfügt - beginnend von geistlicher Literatur über moderne, auch englischsprachige Songs. "Während sich mein Vater noch mit einer Liedermappe begnügen musste, habe ich es heute mit dem Internet natürlich leichter", gesteht Anja Lax-Peitler. Sie ist auch der Meinung, eher straffer als der Papa die Zügel in der Hand zu halten: "Frauen haben da andere Instrumente", lacht sie. "Ich versuch's mit Humor."

Vier Instrumente

Was bedeuted ihr Musik? Dazu zitiert die Chorleiterin Victor Hugo: "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." Sie selbst spielt Gitarre, Hackbrett, Querflöte und Steirische Harmonika, ihre Töchter Susanna (7) und Helena (10) Blockflöte beziehungsweise auch Querflöte und Klavier.
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