14.06.2016, 08:40 Uhr

Milchpreis: Hilfe aus der Region

Frische Eier direkt geliefert: Johann Mohr mit Maria Schrattenholzer und deren Sohn Alexander.

St. Pöltner Einzelhändler Johann Mohr setzt auf heimische Lieferanten

ST. PÖLTEN (red). Die Preise für Milch sinken, die Milchbauern kämpfen ums Überleben. Im Schnitt bekommen heimische Bauern 27 Cent pro Liter. Damit könne gerade der Betrieb aufrecht erhalten werden, Investitionen seien aber unmöglich. Hoffnung wird nun in den für vergangenen Dienstag angesetzten Milchdialog gesetzt. An einer Entschärfung der Situation wird also überregional gearbeitet. Doch man kann das Problem auch anders, auf regionaler Ebene, angehen. So wie Johann Mohr.
"Ich habe gelesen, dass es den Bauern so schlecht geht", sagt der Leiter des Spar-Supermarktes in St. Pölten-Wagram. Kurzerhand entschied er, seinem Milch-Lieferanten Hannes Hiegesberger aus Statzendorf 3 Cent mehr pro Liter zu zahlen. Den Verkaufspreis ließ Mohr unverändert.

In dem Supermarkt wird die Hiegesberger-Milch am stärksten nachgefragt. Laut Mohr liege dies an der Regionalität. "Unsere Kunden greifen sehr gerne zu regionalen Produkten", sagt er und verweist auf kurze Wege und die bewusste Entscheidung, als Einzelhändler heimische Produkte anzubieten, weil sie eben von Kunden angenommen werden. Aktuell wird er etwa von Maria Schrattenholzer mit Eiern beliefert, Marmeladen und Fruchtsäfte kommen ebenfalls aus der Region. "Viele Kunden kommen extra wegen diesen Produkten in meinen Markt", so Mohr.
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