27.06.2016, 13:14 Uhr

"Jüngeres Publikum stärker ansprechen"

Die neue "Kulturring Schloss Straßburg"-Obfrau: Rolanda Honsig-Erlenburg

Rolanda Honsig-Erlenburg, neue Obfrau vom Kulturring Schloss Straßburg, im WOCHE-Interview.

WOCHE: Wofür steht Ihr Verein?
ROLANDA HONSIG-ERLENBURG: Der Kulturring hat vor 22 Jahren erstmals ein Sommerprogramm auf die Beine gestellt. Mit der Intention, gehobene Kultur ins Gurktal zu bringen, um das Schloss Straßburg mit Leben zu füllen. Die Beweggründe für unsere ehrenamtlichen Aktivitäten sind im Grunde noch dieselben, wobei wir mittlerweile auf reichlich Erfahrung zurückgreifen können.

Worin sehen Sie besondere Herausforderungen als Obfrau? Ich bin bestrebt, wie meine Vorgängerin Brigitte Grün, dem Gründungsgedanken des Vereins zu entsprechen und wirklich gute Künstler nach Straßburg zu holen. Die Qualität geht vor. Natürlich freuen wir uns über möglichst viele Gäste, wollen aber nicht mit aller Gewalt Besuchermassen auf Kosten des Programmniveaus anlocken. Wir sind ständig auf der Suche nach Neuem, sprechen ein breites Publikum an und wollen keinesfalls "abgehobene" Aufführungen veranstalten. Ich denke, die "Musicalnight" am 8. Juli ist hier ein gutes Beispiel.

Wie finanzieren Sie das Sommerprogramm?
Wir müssen uns nach der Decke strecken, was die Verpflichtung von Künstlern betrifft. Obwohl, wir erfahren hier immer wieder Entgegenkommen, das Ehrenamt kommt uns da etwas zugute. Ein Sänger, wie etwa Hubert von Goisern, den nicht nur ich sehr gerne auf der Burg sehen würde, übersteigt derzeit bei Weitem unser Budget. Daher gilt es, bedacht zu planen und gut zu verhandeln, um mit den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten zurechtzukommen. Die Stadt Straßburg hilft uns tatkräftig und wir können glücklicherweise auf viele verlässliche Partner im Gurktal zurückgreifen, die uns schon seit etlichen Jahren verlässlich unterstützen. Auch die Förderung vom Land Kärnten ist bisher noch nicht ausgeblieben. Nicht zuletzt sind es vor allem die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern, die uns den Betrieb weiterhin ermöglichen.

Aussichten für die Zukunft?
Die Jugend verstärkt als Besucher zu gewinnen, das ist uns ein großes Anliegen. Außerdem erwägen wir auch, Veranstaltungen außerhalb der Straßburger Burg durchzuführen. Signale für ein solches Projekt kommen zum Beispiel von den Besitzern von Schloss Pöckstein.

Interview: P. Pugganig

Kunst und Kultur in großer Vielfalt

Organisiert von den Mitgliedern des ehrenamtlich agierenden Vereins "Kulturring Schloss Straßburg", wird der einheimischen Bevölkerung wie auch den Gästen in der Region ein vielfältiges Kulturprogramm geboten. Neben der laufenden Ausstellung der bildenden Künstler Dietmar Franz und Ursula Heindl ("Simultan") ist am 8. Juli die "Musicalnight" zu sehen. Nach dem Kinder-Kasperltheater am 9. Juli folgt am 22. Juli der Kabarettauftritt "Ich kann auch anders" von Christian Hölbling. Am 19. August "Brass'n Breeze" mit dem Vokaltrio SaMaBreeze & EU-Brassquintett. Kultursommer-Abschluss am 27.August: "Eine italienische Nacht", Kulinarik mit Musik und Tanz. Infos: www.kulturring-strassburg.at
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