14.06.2016, 13:41 Uhr

"Die Vernunft hat gesiegt"

(Foto: Privat)

Vorerst gibt es kein Asylquartier im Schloss Losensteinleiten

WOLFERN. Aufgrund der aktuell freien Quartiersplätze im Bereich der Grundversorgung für schutzsuchende Menschen und die im Entstehen begriffenen Quartiersplätze für besonders betreuungsbedürftige unbegleitete Minderjährige im gesamten Bundesgebiet, hat sich das Integrationsressort aktuell dazu entschieden, von der angebotenen Nutzung der Liegenschaft „Schloss Losensteinleiten“ Abstand zu nehmen. Für welche sich die NGO SOS-Menschenrechte mit einem umfassenden Betreuungskonzept angeboten hätte.
Integrations-Landesrat Rudi Anschober dazu: „Ich bin überzeugt davon, dass die Liegenschaft, welche mehrfach geprüft wurde, prinzipiell sehr gut geeignet wäre zur Unterbringung von schutzsuchenden Menschen. Da jedoch aktuell kein akuter Bedarf an zusätzlichen Quartiersplätzen besteht, wird das Land OÖ diese Liegenschaft auf Basis der derzeitigen Erfordernisse nicht nutzen.“
„SOS-Menschenrechte bedauert, dass aufgrund der geänderten Bedarfslage an Quartieren für Asylsuchende unser Projekt „Haus der Menschenrechte“ im Schloss Losensteinleiten vorerst nicht verwirklicht werden kann“, so Gunther Trübswasser, Vorsitzender SOS-Menschenrechte.
"Die Vernunft hat gesiegt. Es ist eine gewisse Erleichterung auch für die Anrainer", so Wolferns Bürgermeister Karl Mayr. Die Gemeinde ist jetzt daran interessiert, dass das Schloss bestmöglich genutzt wird. "Wir schauen jetzt was kommt", so Mayr.
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