29.09.2016, 13:57 Uhr

"Solidarität ist sehr wichtig"

(Foto: panthermedia.net - Lieres)

Mit Kampagne „Von Haus aus sicher“ setzt Polizei auf Prävention und enge Zusammenarbeit mit Bürgern.

BEZIRK. Mit Beginn der kalten Jahreszeit und der frühen Dunkelheit steigt auch wieder die Zahl der Einbrüche. Polizeianalysen haben ergeben, dass Einbrecher von November bis Jänner öfter zuschlagen als in den anderen Monaten. Die Täter sind besonders in der Dämmerungszeit zwischen 17 und 21 Uhr unterwegs.
"Es ist so, dass in den letzten drei Dämmerungs-Saisonen von Oktober bis März die Zahlen fast gleich geblieben sind", weiß Andreas Sammer, Bezirkspolizeikommandant Steyr-Land. 2015/16 kam es zu 41 Einbrüchen in Steyr-Land. "Es handelt sich dabei nur um die Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser in der Dämmerungs- und beginnenden Nachtzeit, also von etwa 17 Uhr bis etwa 23 Uhr", erklärt Sammer. Hauptsächlich betroffen ist der nördliche Bezirksteil, also Bad Hall, Sierning, Wolfern und in Ausläufern einige Male Garsten und St. Ulrich. Weiter ins Ennstal sind nur vereinzelte Dämmerungseinbrüche feststellbar.
"Von Oktober bis März gab es 22 Einbrüche, davon in 13 Wohnhäuser und neun Wohnungen, die wir als Dämmerungseinbrüche zugeordnet haben. Im Vergleich sind die Zahlen gleich geblieben", so der stellvertretende Steyrer Stadtpolizeikommandant Peter Eitzenberger.
Die Bevölkerung kann durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen mögliche Einbrecher abschrecken. Viele Einbrüche scheitern, weil die Fenster und Türen gut gesichert sind. Gelingt es den Tätern, in die Wohnung einzudringen, haben sie es auf schnell verwertbares Gut abgesehen. "Daher ist es ratsam, Schmuck, Bargeld und wertvolle Gegenstände in einem Safe zu verwahren oder am besten keine höheren Bargeldbeträge zuhause zu haben", so Sammer. Zusätzlich wird von der Polizei großes Augenmerk auf Prävention gelegt. Ab Anfang Oktober gibt es in beiden Bezirken verstärkt Schwerpunkte. "Auch Streifen werden vermehrt in der Dämmerungszeit in den Wohnsiedlungen unterwegs sein", erklären Sammer und Eitzenberger. Beamte der beiden Polizeidienststellen machen beim Streifendienst auch Leute direkt vor Ort auf Sicherheitsschwachstellen bei ihren Häusern und Wohnungen aufmerksam. Eine kostenlose Beratung und Schwachstellenanalyse bei der Bevölkerung zuhause wird von der Polizei angeboten.

Gute Nachbarschaft
Eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind hilfreich. Eine Vertrauensperson, die nach dem Rechten sieht, den Postkasten entleert und das Werbematerial von der Türe entfernt, leistet wertvolle Dienste. "Gegenseitige Solidarität in der Nachbarschaft ist sehr wichtig. Nachbarn können viel zur Kriminalprävention beitragen", erklärt Eitzenberger. Wichtig ist auch, verdächtige Wahrnehmungen sofort der Polizei zu melden. "Niemand soll sich scheuen, die nächste Polizeidienststelle zu jeder Tages- und Nachtzeit zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen", so Sammer.

Präventionstipps
•Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig! Zusammenhalt schreckt Täter ab!
• Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial. Es soll kein unbewohnter Eindruck entstehen.
• Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren.
• Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
• Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können (Leitern …).
• Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und installieren Sie eine Außenbeleuchtung.
• Sichern Sie Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter. Lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.
Die Polizei ist österreichweit rund um die Uhr unter der Telefonnummer 059 133 erreichbar.
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