11.07.2016, 18:10 Uhr

Bahnhof Matrei wird für die Zukunft der Mobilität gerüstet

Bgm. Paul Hauser, Matrei am Brenner, Bgm. Alfons Rastner, Mühlbachl, Geschäftsbereichsleiter Werner Baltram, ÖBB-Infrastruktur AG, Bgm. Karl Mühlsteiger, Gries am Brenner, Gernot Siegele, VVT, Bgm. Hubert Pixner, Navis und Bgm. Alexander Wörtz, Pfonds – mit dem heutigen Spatenstich wurden die Umbauarbeiten am Bahnhof Matrei am Brenner offiziell gestartet. (Foto: ÖBB-Kapferer)
MATREI. Mit dem heutigen Spatenstich haben ÖBB, Land Tirol, die Gemeinde Matrei am Brenner und die beteiligten Partnergemeinden die Umbauarbeiten offiziell gestartet – bis 2018 werden barrierefreie Zugänge zum Bahnsteig sowie ein modernes Parkdeck für die Bahnkunden umgesetzt

Moderne, attraktive und kundenfreundliche Bahnhöfe mit barrierefreien Zugängen sind der nachhaltige erste Eindruck für die Nutzer des öffentlichen Verkehrs und zugleich auch die Voraussetzung für mehr Fahrgäste bei Bus und Bahn. Das Tiroler Wipptal wird zwischen Innsbruck und Steinach am Brenner durch einen Halbstundentakt der S-Bahn erschlossen. Damit der Zugang zu den Zügen sowie das Parken am Bahnhof noch einfacher wird, wird der Bahnhof Matrei am Brenner bis Mitte 2018 modernisiert. Mit dem heutigen Spatenstich durch Bürgermeister Paul Hauser, Gernot Siegele vom Verkehrsverbund Tirol und dem Geschäftsbereichsleiter der ÖBB-Infrastruktur AG, Werner Baltram, wurden die Hauptarbeiten für den Umbau des Bahnhofes Matrei am Brenner offiziell gestartet. In den kommenden beiden Jahren wird ein neuer Durchgang zum Mittelbahnsteig sowie im nördlichen Bahnhofsbereich ein 3-geschossiges Parkdeck mit insgesamt 177 PKW-Stellplätzen errichtet. Zudem finden im südlichen Bahnhofsbereich umfangreiche Gleis- und Weichenneulagearbeiten samt Erneuerung des Unterbaus statt. Nach Abschluss der Arbeiten ist der Bahnhof Matrei am Brenner für die Bahnzukunft im Wipptal bestens gerüstet. Insgesamt werden in den Modernisierungsschub am Bahnhof Matrei am Brenner rund 8,4 Mio. Euro investiert.

Ab Jahresbeginn 2017 geänderter Zugang zum Mittelbahnsteig

Als erster Schritt der Hauptarbeiten starten die Arbeiten an der neuen Unterführung zum Mittelbahnsteig. Die Unterführung steht bis Mitte 2018 für die Bahnkunden zur Verfügung. Je ein Lift von der Unterführung zum Mittelbahnsteig sowie am künftigen neuen Parkdeck stellen künftig für einen barrierefreien Zugang zu den Zügen sicher. Wichtig für die Bahnkunden – ab Jahresbeginn 2017 gibt es einen geänderten Zugang zum Mittelbahnsteig. Die Kunden werden gebeten, auf die Wegeleitung zu achten.

Neues Parkdeck mit 177 PKW-Stellplätzen

Bis Mitte 2018 entsteht im nördlichen Bahnhofsbereich ein neues 3-geschossiges Parkdeck mit 177 PKW-Stellplätzen für die Bahnkunden. Das Parkdeck wird als länglicher, freistehender Baukörper situiert. Das neue Parkdeck nimmt eine Gesamtlänge von rund 118,5 Meter und eine Bauwerkshöhe straßenseitig rund 8,2 Meter und durch das Pultdach gleisseitig rund 9,2 Meter ein. Die Breite im Parkbereich beträgt 17,1 Meter. Zur Gestaltung werden offene Holzlamellen aus Lärche vor die Betonkonstruktion gehängt. Die Zugänge und die Zufahrt sind durch die Öffnung der Holzfassade als solche erkennbar.
Um den 25-prozentigen Gemeindeanteil für das Parkdeck zu finanzieren beteiligen sich neben Matrei auch Gries, Navis, Mühlbachl, Pfons und Steinach daran.

Gleis- und Weichenneulagearbeiten im Bahnhofsbereich

Im Zuge der umfangreichen Arbeiten am Bahnhof Matrei am Brenner werden im südlichen Bahnhofsbereich auch die dazugehörenden Weichen- und Gleisanlagen samt Unter- und Oberbau erneuert. Insgesamt werden dabei 6 Weichen und rund 2.300 Meter Schienen neu verlegt. Zudem werden Verschieberbahnsteige auf einer Länge von rund 650 Meter neu errichtet. Zum Abfließen des Oberflächenwassers werden entlang der Schienen im Bahnhofsbereich Längsdrainagen samt den dazugehörenden Schächten auf einer Länge von insgesamt rund 800 Meter verbaut.

Enge Zusammenarbeit mit den Partnern

Der Umbau des Bahnhofs Matrei am Brenner erfolgt in enger Abstimmung mit der Gemeinde Matrei am Brenner, den beteiligten Partnergemeinden Mühlbachl, Pfons, Navis, Steinach am Brenner und Gries am Brenner, sowie dem Land Tirol, vertreten durch den Verkehrsverbund Tirol (VVT). Die laufenden Investitionen in eine rasche, sichere und kundenfreundliche Verknüpfung von Rad, Bus, Auto und Bahn sollen noch mehr Menschen in Tirol zu überzeugten Nutzern von umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten machen.
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