26.07.2016, 11:02 Uhr

Liste Fritz pocht auf das 365-Euro-Ticket

LA Andrea Haselwanter-Schneider erinnerte bei einem Besuch in Matrei an das versprochene 365-Euro-Ticket.

Das Stubai- und Wipptal seien sehr gut angebunden, der öffentliche Verkehr aber immer noch zu teuer.

MATREI (cia) "Besser gestern als heute", verlangt LA Andrea Haselwanter-Schneider ein wirklich günstiges Öffi-Ticket von der Landesregierung. Im Rahmen ihrer Sommer-Tour durch die Bezirke erinnerte sie in der vergangenen Woche in Matrei daran, dass im schwarz-grünen Koalitionsabkommen ein 365-Euro-Ticket festgeschrieben sei. Die in Pfons aufgewachsene Landtagsabgeordnete reiste selbst zu dem Termin mit der Bahn an und lobte die gute Anbindung des Wipptals.
Bei den Preisen sei aber noch einiges zu tun. So würde einen Gschnitzer Arbeitnehmer das Jahresticket nach Innsbruck plus Kernzonenzuschlag über 1.000 Euro mehr kosten, als das zugesagte 365-Euro-Ticket, das für ganz Tirol gelten würde. Auch von dervergleichsweise günstigen Lage in Mieders aus koste es immer noch mehr als das Doppelte. Auch für Studenten ist die Situation alles andere als günstig: Zwischen 566,60 und 619 Euro schlagen die Tickets inklusive Kernzone hier zu Buche.

Andere Bundesländer
Haselwanter-Schneider erinnert daran, dass auch andere Bundesländer – nämlich Vorarlberg und Wien – bereits ein 365-Euro-Ticket eingeführt hätten. Ein Teil der Kosten sei darüber gedeckt, dass dadurch deutlich mehr Kunden als bisher den öffentlichen Verkehr in Anspruch nehmen. "Ein Regierungsabkommen ist doch kein Schmierpapier", verlangt die Abgeordnete nun den Einsatz der zuständigen Landesrätin Ingrid Felipe. "Sonst hören wir nur von Weisungen, aber hier, obwohl der VVT dem Land Tirol gehört, ist es ruhig", verweist die Liste-Fritz-Politikerin beispielsweise auf die Vorfälle um den Obernberger See und ergänzt: "Ich gehe weiter und sage, das Versprechen ist mittlerweile gebrochen."
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