06.06.2016, 10:50 Uhr

Vom Lehrling zum Chef: Albrecht Peer

NAVIS (cia). Schon in der Hauptschule war für Albrecht Peer klar, dass er einmal mit Autos arbeiten würde. 1979 begann er dann seine Karosseriebauerlehre. Bis zur Selbstständigkeit vergingen bei ihm mehr als 20 Jahre, in denen er in der Werkstätte von Lorenz Peer Erfahrung sammelte.

Schon Peers Brüder waren Mechaniker, er wuchs sozusagen mit der Leidenschaft für Autos auf. Gelernt hat er bei Karosseriebau Mair: "Damals war das noch problemlos. Da bin ich April hin und der Besitzer sagte: ,Ja, kannst im August anfangen.' Und schon hatte ich eine Lehrstelle."

Später Schritt

Erst relativ spät, 1996, entschied sich Peer, die Meisterprüfung abzulegen – für sich selbst, denn in seiner Position hätte er sie nicht benötigt. Damals hat er sich gemeinsam mit fünf Kollegen dazu entschieden. "Da haben wir gesehen, dass man als Meister einfach mehr drauf haben muss als der Durchschnitt. Man fängt auch an, mit Stress umgehen zu lernen – das ist eine wichtige Erfahrung!"

Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte er 2001, weil er seine eigenen Vorstellungen umsetzen wollte. "Beispielsweise wollte ich, dass für alle Arbeitsplätze Hebebühnen zur Verfügung stehen", erklärt Peer. Die Gesundheit der Mitarbeiter hatte für ihn diesbezüglich immer einen sehr hohen Stellenwert, sagt er: "Ich habe gesehen, was man besser machen könnte, und dann konnte ich es endlich umsetzen."

Schon sechs Lehrlinge hat Peer mittlerweile in seinem Betrieb ausgebildet. Teilweise arbeiten diese noch immer für ihn, zwei davon haben selbst schon die Meisterprüfung abgelegt. "Ein Betrieb in der Größenordnung ist ohne gutes Personal fast wertlos! Deshalb gilt 'Leben und leben lassen' – Leistung soll sich bezahlt machen", so der Firmenchef.
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