02.09.2016, 09:45 Uhr

Schussbilanz bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs: 10.900 Besucher, 88% Auslastung

"Der widerspenstigen Zähmung" von Shakespeare mit Ines Schiller (re.) und Felix Défer (li.) in den Hauptrollen. Regie: Markus Völlenklee.

Die Tiroler Volksschauspiele 2016 sind zu Ende und das gesamte Ensemble rund um Obmann Markus Völlenklee und GF Silvia Wechselberger freut sich über die positive Resonanz auf alle Produktionen. Das gewagt-abwechslungsreiche Programm hatte Erfolg und bestärkt die Volksschauspiele in ihrem Kurs: Anspruchsvolle Stoffe zu bieten, die ohne Vorkenntnisse genussfähig sind.

TELFS. Mit dem Zirkuszelt am Thöni-Areal haben die Tiroler Volksschauspiele in Telfs im heurigen Sommer der elisabethanischen Komödie "Der Widerspenstigen Zähmung" einen charmanten und gleichzeitig adäquaten Spielort geschaffen, der vom Publikum begeistert angenommen wurde und der zugleich der Unmittelbarkeit des Shakespeare-Theaters Rechnung trug. Markus Völlenklees rasante Inszenierung vermochte ein breites Publikum anzusprechen.
Komödien von Felix Mitterer genießen Seltenheitswert: Das hierzulande wenig bekannte Stück "Die Weberischen" in der Inszenierung von Susi Weber im Rathaussaal Telfs wurde ein großer künstlerischer Erfolg. Das Stück, das das wenig bekannte Leben der weberischen Frauen um das Komponistengenie Wolfgang Amadeus Mozart zum Gegenstand hat, bot Schwung, Schärfe und neue Musik von Christian Wegscheider.
In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Dramatikerfestival brachten die Volksschauspiele die Uraufführung "Die Disziplinierte Tirolerin" von Christine Frei im Kranewitterstadel auf die Bühne, eine bissige feministische Satire in einer Inszenierung von Verena Schopper.

Rahmenprogramm

Die Tiroler Volksschauspiele haben durch ihre langjährigen Bemühungen um zeitgemäßes Volkstheater überregionale Bedeutung erlangt und sehen es deshalb als Teil ihrer Aufgabe, auch Aufführungen zu bieten, die dem traditionellen Volkstheaterbegriff nicht entsprechen. Die breite Akzeptanz des Rahmenprogramms war unerwartet, wie es heißt:
Max Simonischek brillerte mit einer Kafka-Adaption von "Der Bau", die demnächst am Wiener Burgtheater zu sehen sein wird. Die zwei Theatergrößen Christine Ostermayer und Wolfgang Hübsch beehrten die Besucher mit ihrer berührenden Lesung über das Altern: Ist die schwarze Köchin da von Lida Winiewicz. Georg Ringsgwandl rockte den Kranewitterstadel mit seinem Konzert Deppert, aber munter. Das erste Mal in der Geschichte der Spiele wurde ein Kinderstück inszeniert, das Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" in einer Inszenierung von Markus Völlenklee und in Zusammenarbeit mit den Kindererlebniswochen Telfs. Felix Mitterer selbst sahen die Zuschauer in Telfs leider nur in zwei Lesungen: Zwei Frauen vom 4. Stock, eine Erzählung von Ewald Heinz, und einer Lesung aus seinen neuesten Buch Stücke 5.
Ein Bericht für eine Akademie von Franz Kafka musste leider wegen eines Unfalles von Musiker Siggi Haider abgesagt werden.

10.900 Besucher bei den VSS 2016 in Telfs

2016 kamen die Volksschauspiele auf 10.900 Besucher, das entspricht einer tatsächlichen Auslastung von 88% und das bei einer Einbuße von 1.600 Zusehern durch ausgefallene Vorstellungen.
Markus Völlenklee, Obmann der Tiroler Volksschauspiele: "Wir bedanken uns bei unserem Publikum für den Zuspruch in dieser erfolgreichen Spielzeit 2016. Wir freuen uns auf die kommende Spielzeit 2017."
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