28.09.2016, 15:47 Uhr

Leitner in Telfs baut Betriebsgebäude aus und erweitert Produktion

Franz Hörl (Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreich), Michael Seeber (Präsident des Aufsichtsrates Leitner), Bgm. Telfs Christian Härting, Martin Leitner (Vorstand Leitner und Präsident Demaclenko), LH Günther Platter, Anton Seeber (Präsident Leitner), LR Patrizia Zoller-Frischauf, Werner Amort (Vorstand Leitner und Präsident Prinoth).

70 neue Arbeitsplätze und ein neues Gesicht: Die Südtiroler Unternehmensgruppe Leitner wächst in Telfs, damit machen Leitner ropeways, Prinoth und Demaclenko den Standort in Tirol zur Drehscheibe mit internationaler Bedeutung.

TELFS. Das Bürogebäude nordseitig der Produktionshalle von Leitner ropeways, Prinoth und Demaclenko wurde in den letzten Monaten auf ca. 1.300 m² erweitert, die durchgezogene Glasfront macht dem im Jahr 2008 errichteten Werk in Telfs seit heuer ein neues Gesicht. Auch hinter dem Neubau in der Michael-Seeber-Straße 1 hat sich über den Sommer viel getan: Um 40 Millionen Euro und 650 Quadratmeter wurde die Produktionsfläche erweitert. Die Leitner-Gruppe stockt in Telfs um weitere 70 Mitarbeiter auf und beschäftigt hier derzeit 250 Personen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug 2015 in Österreich 145 Mio. Euro.

Bei der offiziellen Eröffnungfeier ließ vor allem auch LH Günther Platter anklingen, dass diese Betriebserweiterung ein klares Bekenntnis zu Tirol und zu Telfs ist: „Ich bin als Landeshauptmann stolz und dankbar, dass der Weltkonzern im Herz der Alpen seine Produkte im Bereich der Wintersporttechnologien produziert, vertreibt und wartet.“
Die unkomplizierte und konstruktive Zusammenarbeit sowohl in der Gemeinde als auch mit dem Land nennt Geschäftsführer Anton Seeber als wichtigsten Grund für dieses Bekenntnis, er dankt den politischen Entscheidungsträgern und den Verwaltungsbehörde für diese Zusammenarbeit, „welche uns erlaubt hat, unsere unternehmerische Tätigkeit weiter auszubauen.“
Bürgermeister Christian Härting freut sich über die Schaffung von 70 neuen qualifizierten Arbeitsplätzen und darauf, "dass Präsident Anton Seeber unsere Zusammenarbeit als konstruktiv und professionell wahrnimmt und das Tempo der Verfahrensabwicklung lobt. Seit dem Spatenstich im Dezember 2015 wurde ganze Arbeit geleistet."
Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs, sprach sein Lob auch als Kunde der Fa. Leitner aus: "Diese Unternehmensgruppe ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass es die Euregio Tirol geben kann. Sie überwindet täglich Grenzen, sei es mit ihren Produkten, sei es mit ihrem täglichen Handeln. Als Vertreter der Österreichischen Seilbahnwirtschaft und als Tiroler Seilbahner bin ich stolz darauf, dass es eben eine Tiroler Firma ist, die hier ganz vorn dabei ist!“
Für Firmenchef Anton Seeber ist es eine Kopf- und Herzenssache. „Wir sehen uns trotz globaler Aktivität als Tiroler Unternehmen und möchten unsere Arbeit daher auch nahe unserer Wurzeln leisten. Zudem ist es für uns als Produzent von Seilbahnen, Pistenfahrzeugen und Schneeerzeugern besonders wichtig, dort zu sein, wo Tourismus und Seilbahnen zu Hause sind. Dafür bietet uns Tirol als weltweite Spitzenregion des Wintertourismus das richtige Umfeld.“

Am Standort Telfs ...

... werden sämtliche Sesselmodelle (3.500 Stück/Jahr) für alle Seilbahnen, die weltweit von Leitner ropeways gebaut werden, hergestellt. In Tirol werden auch alle patentierten Direktantriebe produziert sowie die Endmontage der automatisch kuppelbaren Klemmen (mehr als 3.000 Stück/Jahr) und anderer Seilbahnkomponenten durchgeführt.

Prinoth hat in Telfs neben dem Vertrieb für Pistenfahrzeuge eine leistungsfähige Service- und Logistikzentrale geschaffen, die aufgrund der zentralen Lage für schnelle Erreichbarkeit und Kundennähe steht. Im weltweiten Ersatzteillager befinden sich über 25.000 Ersatzteile, die bei Bedarf in die ganze Welt gesendet werden können. Im Servicezentrum werden jährlich bis zu 150 Pistenfahrzeuge aus Österreich und den angrenzenden Ländern generalüberholt.

Auch der Schneeerzeuger Demaclenko ist in Telfs angesiedelt. In diesem Jahr wurden fast 1.000 Schneeerzeuger, die von Europa über Russland bis nach China zum Einsatz kommen, produziert. Auch für Demaclenko war der Schritt ins „Herz der Alpen“ entscheidend, um näher am Kunden zu sein. Schließlich befindet sich der Hauptmarkt mit Österreich, Deutschland und der Schweiz im mittleren Alpenraum.
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