14.09.2016, 08:30 Uhr

Pollinger Wespenfreunde

Ein warmer Herbst und reife Früchte locken wieder Wespen an: Dank rauchendem "Wespenfreund" auf dem Tisch kann die Familie Fleißner in Ruhe Kaffee und Süßes genießen, im Bild Alice und Thomas mit Giulia, Justin und Michelle sowie Hunde Campino, Lola und Gina.

Pollinger erfindet biologische Wespenabwehr und nutzt eine Chance, sein Produkt weiter zu verbreiten.

POLLING. Thomas Fleißner (39) entwickelt hauptberuflich Computersoftware, 2010 wurde der HTL-Absolvent für seine Online-Software „kaie“ zur Tiroler Geschäftsidee ausgezeichnet. Seine neue Idee hat aber überhaupt nichts mit Technik und schon gar nichts mit Computer zu tun: „Wespenfreund“ heißt sein "Wundermittel", das Wespen verscheucht und die kleinen Tierchen schont – voll biologisch und ohne Gift!
Heuer im März bei einer Geburtstagsfeier hat Fleißners "Wespenfreund" seine Feuertaufe bestanden, da waren die Wespen noch häufig. "Der heurige Sommer war sonst ruhig, die Wespen konnten sich dieses Jahr nicht so entwickeln", erzählt Fleißner, mittlerweile ein Wespen-Experte. Wir sitzen im Garten, Kaffee und Süßes sind vorbereitet, von Wespen keine Spur. Im Vorjahr war es ganz anders, erzählt der Familienvater: "Es war eine seltsame Situation: Wir haben im Garten zu Mittag gegessen, plötzlich ist jeder von uns der Reihe nach von einer Wespe gestochen worden." Die Schmerzen sollten sich nicht mehr wiederholen, der Unternehmer beschäftigte sich intensiv mit diesem Thema, suchte am Markt nach Produkten. "Wir haben viel ausprobiert, nur Sprays kamen wegen der Kinder nicht infrage." Nichts hat wirklich geholfen. Dann probierte Fleißner einige Hausmittelchen, mixte ein Pulver nach eigenem Rezept zusammen, zündete es an ... und es funktionierte: Der Rauch vertrieb die Wespen, das Mittel tötet die Tiere nicht, das war Fleißner sehr wichtig: "Wespen sind Nutztiere." (Buch-Empfehlung dazu hier: http://www.meinbezirk.at/telfs/freizeit/das-grosse...). Und sie fressen auch andere Quälgeister wie Mücken, die übrigens auch der "Wespenfreund" erfolgreich fern hält.
Über den Winter schaffte es der Tüftler, das Pulver in eine Form zu bringen, um es zu verkaufen, Fleißner will eine Marktlücke schließen: Der „Wespenfreund“ war geboren. "Das Rezept ist geheim", lächelt er stolz. Seine Familie hilft ihm bei der Produktion im eigenen Haus. Der Stick wird ähnlich wie ein Raucherstäbchen angezündet. Der Geruch erinnert an einen Holzkohlegrill, der schreckt Wespen im näheren Umkreis ab.
Fleißner will andere Menschen dazu animieren, zu diesem schonenden Mittel zu greifen. Über Amazon ist das Set seit dem Sommer um knappe 16 € zu haben. Während der Pollinger seine Idee weiter ausbaut, auch eine Gastronomievariante entwickelt, hofft er auf eine erfolgreiche Bewerbung für die Puls4-Sendung "2 Minuten 2 Millionen". Erst nächstes Frühjahr wird fest stehen, ob der Pollinger die Chance bekommt, so sein Netzwerk auszubauen, sein Produkt besser zu vertreiben und Geld für seine künftige Produktion zu gewinnen.
Mehr auf http://www.wespenfreund.com
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