29.06.2016, 00:00 Uhr

Preis ist Zitterpartie für Tullner Bauern

Ilse und Johann Harold: "Nur mit konventioneller Landwirtschaft könnten wir den Betrieb nicht erhalten!" (Foto: Zeiler)

Hofladen und Märkte anstatt nur konventioneller Landwirtschaft

EGGENDORF / BEZIRK TULLN. Geselchtes und Speck, Schinken, Würste und Frischfleisch – das bieten Johann und Ilse Harold in ihrem Hofladen an. In der Landwirtschaft, die das Ehepaar in vierter Generation führt, arbeiten auch die Söhne Manuel und Julian mit. Doch "mit konventionellen Methoden könnten wir die Landwirtschaft nicht weiterführen", spricht Johann Harold den niedrigen Schweinepreis an. So entschied das Ehepaar 2009, einen Hofladen aufzusperren, zudem auch Märkte in der Umgebung anzufahren, um dort ihre regionalen Produkte anzupreisen (siehe "Zur Sache").

Initiative: Unser Essen

Mit der Aufklärungskampagne "Gut zu wissen", setzt man ein Zeichen für heimische Lebensmittel. „Die Herkunft ist nicht nur ein Indiz dafür, welche Flagge hinter den Produkten steht. Sie zeigt auch welche Personen sich der Produktion tatsächlich verschrieben haben, welche Standards unsere Bäuerinnen und Bauern pflegen und welche Qualitätsmerkmale uns wichtig sind. Unter dem Motto "Unser Essen: Wo's herkommt" begeben wir uns deshalb auf eine genussreiche Spurensuche und zeigen, warum es wichtig ist, Herkunft transparent zu machen“, so Johann Höfinger, Obmann des Landesverbandes für bäuerliche Direktvermarkter.

Vernetzung der Bauern

Margit und Josef Zachhalmel aus Rust sind bekannt für ihre Erdbeeren, aber auch die gesamte Obst- und Gemüseproduktion. Vielfältige Absetzwege wie Handelsketten, Hofladen und Tullnerfelder Bauernmarkt werden hier angesteuert, der Erfolg bedarf einer guten Eigen- bzw. externen Kontrolle, damit Topqualität zur Verfügung steht. Direktabsatz und intensiver Kundenkontakt stehen auch für Roland Frühwald aus Langenschönbichl auf der Tagesordnung. Die Beziehung zum Konsumenten sei Basis für die Existenz, so das Ergebnis einer Pressekonferenz in der Bauernkammer Tulln.
Für die Harolds ist auch die Vernetzung der Bauern untereinander wichtig: "Ich kauf bei dir und du bei mir", sagt Ilse Harold abschließend, die getreu dem Motto: "Wenn wir was machen, dann aber ordentlich" agieren.

Zur Sache:
Die Harolds preisen ihre Waren sowohl in Waltersdorf als auch samstäglich in Pressbaum auf dem Wochenmarkt an. Aber auch in Sitzenberg-Reidling, wo jeden ersten Samstag im Monat ein Markt stattfindet, sind sie vor Ort.
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