14.07.2016, 11:03 Uhr

Bachelor schlägt Diplom

(Foto: Gespag)

In der Pflege herrscht ein großer Bedarf an Arbeitskräften. Er wird in den nächsten Jahren weiter steigen.

VÖCKLABRUCK (csw). "Heuer haben wir erstmals mehr Bewerber für den Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft als für die klassische Diplomausbildung", erklärt Dagmar Einschwanger, Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck. Grund dafür sei die Verunsicherung durch die in den nächsten Jahren geplante Umstellung auf eine Fachhochschule. Sie soll bis 2024 über die Bühne gehen, wann es in Oberösterreich so weit ist, steht noch nicht fest. Wer Matura besitze, wähle schon jetzt den siebensemestrigen Bachelorstudiengang, so Einschwanger. 16 Absolventen wurden im März fertig, 32 haben sich bereits für den Start im Herbst angemeldet. "Die Bewerbung ist noch möglich", so Einschwanger. Anmelden könne man sich auch noch für das neunmonatige Berufsfindungspraktikum für Gesundheits- und Sozialberufe. Voll belegt mit 25 Schülern ist hingegen bereits die sechssemestrige klassische Ausbildung "Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege".

Medizinische Fachassistenz
Seit fast zwei Jahren wird im Vöcklabrucker Krankenhaus auch die Ausbildung in medizinischen Assistenzberufen angeboten. Sie dauert zwei Jahre, der erste Teil umfasst Pflegehilfe, im zweiten Teil können die Schüler zwischern OP- und Gipsassistenz oder Röntgenassistenz wählen.

Sicherer Arbeitsplatz

Für alle diese Berufe gilt: "Wer sich in der Ausbildung bemüht, hat eine Arbeitsplatzgarantie", sagt Einschwanger. Rund 60 Prozent der Vöcklabrucker Absolventen bleiben im Salzkammergut-Klinikum. "Alle, die den Wunsch äußern, werden übernommen." Die restlichen 40 Prozent werden für andere Bereiche wie Altenheime, mobile Dienste oder Arzt-Ordinationen ausgebildet. "Wir haben einen öffentlichen Auftrag", erklärt Einschwanger.
Der größte Bedarf an Arbeitskräften herrsche in der Pflege. Er werde in den nächsten Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung noch steigen, glaubt die Schuldirektorin. "Es ist eine Ausbildung, die Zukunft hat."
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