02.04.2016, 19:16 Uhr

Deutsche Teamarbeit vereitelte Medaillentraum in Ancona

Im Vorlauf feierte Seiringer (Nr. 38) vor Steven Baldock (Nr. 748) einen kontrollierten Start-Ziel-Sieg
August Seiringer, der mit der Freiwilligen Feuerwehr Frankenburg schon etliche Erfolge bei Weltmeisterschaften und olympischen Bewerben erzielte, begann erst mit 41 Jahren mit der Leichtathletik. In der letzten Märzwoche stand der Quereinsteiger des LCAV Jodl packaging bei der Masters EM in Ancona zum dritten Mal international im Einsatz. Hinter Michael Smith (USA/2:00,90min.) und Stefano Avigo (ITA/2:00,92min.) lag Seiringer im Jahr 2015 in der Klasse M45 sogar an der dritten Stelle der 800m-Jahresweltbestenliste. Das motivierte den Brauereiarbeiter umso mehr, sich über die Wintermonate für die Masters EM in Ancona vorzubereiten. 27 Nennungen wurden abgegeben. Das erklärte Ziel von Seiringer war, ohne Zittern den Aufstieg ins Finale zu schaffen. In einem knappen Einlauf zog er dann auch als Vorlaufsieger souverän ins Finale der besten Neun ein (3 x Spanier, 2 Deutsche, 1 Tscheche, 1 Brite, 1 Irländer), wo er zu Recht von einer Medaille träumen durfte. Am Start zeigte sich aber, was perfekte deutsche Teamarbeit ausmacht. Normalerweise hat auf den ersten hundert Metern jeder Athlet eine eigene Bahn zur Verfügung. Da die Halle nicht über neun Bahnen verfügte, wurde der Bahn von Seiringer noch ein zweiter Athlet zugewiesen. Zufälligerweise der zweite deutsche Athlet, der laut Papierform mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun haben sollte. Es war aber nicht so, denn dieser bremste Seiringer beim Start aus, und der Frankenburger war gezwungen die ersten 100m hinter dem Deutschen zurück zu legen, der auf Seiringer im Ziel einen 6-Sekunden Rückstand aufwies. Als nach 100m alle Athleten auf die Innenbahn wechseln durften, war an der Spitze der Zug schon längst in Fahrt. Seiringer konnte noch vier Athleten überholen, als Fünfter war er aber mit dem Ausgang des Rennens nicht zufrieden. „Der Sieg im Vorlauf war ein tolles Gefühl, dass es dann im Finale nicht ganz klappte, soll das positive Gesamtbild nicht trüben“, bilanzierte der Jodl-Athlet. Seinen nächsten internationalen Auftritt hat Seiringer bei der 32. Int. Attnanger Spitz Meile am 30. April. Da hofft er als Organisator der Feuerwehrstaffelmeile, dass es im dritten Anlauf einem Trio gelingt, die Siegerzeit der Elitemeile zu unterbieten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.