09.03.2016, 10:20 Uhr

Fassade: Der Putz als Schutz

(Foto: Archiv)

Die "Schutzschicht" eines Hauses kann vielseitig gestaltet werden: ob mit Putz, Holz, Kunststoff oder Glas.

NÖ. Eine Fassade kann man nicht – noch nicht – so schnell wechseln wie ein Hemd, also sollte man sich eine aussuchen, mit der man es eine Zeit lang aushält.
Eine, die zum Wetter, zum Haus und zu einem selber passt.

Klassiker: Putzfassade

Der Klassiker dabei ist die Putzfassade. Diese hat neben der guten Isolierung den Vorteil, in ihrer Gestaltung vielseitig zu sein.
Vom glatten bis zum rauen Aufputz, von mehreren Farben bis zum wunderschönen Wandbild ist bei dieser Variante die Möglichkeit der individuellen Gestaltung groß. Das Aufbringen des Putzes sollte man dem Fachmann überlassen, denn schon kleine Verarbeitungsfehler können später zu Rissen in der Putzfassade führen, durch die Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringt. Außenputze werden direkt auf das Mauerwerk aufgetragen und bestehen üblicherweise aus mehreren Lagen: dem Unterputz und dem Oberputz. Man unterscheidet mineralisch gebundene (Mineralputze) und organisch gebundene Putze (Kunstharzputze). Zusätzlich können Farbpigmente beigemischt werden.


Die "zweite Haut"

Wer es schlicht aber doch edel haben will, kann auf die sogenannte Vorhangfassade setzen. Hier wird dem Haus eine "zweite Haut" aufgetragen. Die tragende Außenwand wird mit einer weiteren Dämmschicht isoliert und dann mit Holz oder Kunststoff von außen veredelt. Diese Variante verleiht dem Haus einen eigenen "urigen" Charme. Durch die Vielzahl und Kombinationsmöglichkeiten der infrage kommenden Verkleidungsmaterialien werden Vorhangfassaden beim Einfamilienhausbau immer beliebter.

Dämmung und Optik

Kleider machen Leute, Fassaden machen Häuser – die Fassade prägt den Charakter des Gebäudes, der von modern, streng, puristisch über verspielt-romantisch bis zu ländlich-rustikal reichen kann. Die Fassade ist neben dem Dach die wichtigste Schutzschicht des Hauses. Gleichzeitig kann sie die Wärme­dämmung und den Schallschutz verbessern. Die Wahl des Fassaden­systems ist also nicht nur eine Frage der Optik.
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