Gern gesehene Gäste – bitte auch 2011 wieder!

  SALZBURG. 52 Wochen „Leute im Zoom“ heißt in Zahlen: Mehr als 300 Veranstaltungen besucht, rund 20.000 Fotos geschossen und etwa 1.500 davon sind erschienen. Das heißt aber leider auch Einladungen und Gästelisten, die oft nicht das halten, was die Veranstalter versprechen.


Eine Hundertschaft von „Möchtegern-Promis“, die Scheinwerfer und Blitzlichter suchen, wie die Mücken das Licht. Dem gegenüber steht eine kleine, in Salzburg nur handverlesene Schar von Menschen, die jede Party und jedes Fest aufwerten, die Rummel und Blitzlichtgewitter aber scheuen wie der Teufel das Weihwasser.

Sie sind attraktiv, erfolgreich oder interessant – in einigen Fällen alles gemeinsam, ein Gewinn für jede Veranstaltung eben. Deshalb gibt es zum Jahresabschluss an dieser Stelle einen kleinen Streifzug durch das Salzburger Societyleben: Wo trifft man die begehrten, aber raren Promis und wo nicht?

Dosen-Milliardär Dietrich Mateschitz ist der „Mister Selten“ in Salzburg
Gemeinsam mit seiner Langzeitfreundin Marion Feichtner geben sie sicher das „kamerabegehrteste“ Paar in Salzburg ab. Manchmal sind sie im Hangar-7 oder im Carpe-Diem zu sehen, aber: Gehen Adabeis beim Haupteingang herein, gehen sie gleichzeitig beim Hintereingang hinaus.

Ebenfalls milliardenschwer und selten: Ferdinand Piech mit Ehefrau Ursula. Ein bisschen zeigen sie sich bei den Festspielen, ansonsten haben sie es lieber abgeschirmt in einer Villa am Stadtrand. Fast unbekannt ist die Holzindustriellenfamilie Kaindl – lediglich der eine oder andere Festspielbesuch steht bei ihnen auf dem Öffentlichkeitsprogramm, ansonsten sind es die privaten Jagdgesellschaften, die sie mit ihrer Anwesenheit beehren. Gut, aber selten: Max Baron Mayr-Melnhof – er spricht lieber über Wald und Wild, als am Champagnerglas zu nippen.

Ein Schwenk zu den „Karitativen“.
Beginnen wir mit der Familie Palfinger. Sie füllt seit Jahren großzügig die Spendenkassen, ohne dabei stets mit einem Spendenscheck in die Kameras zu lächeln. Ähnlich Daniell Porsche – er tut Gutes und spricht wenig darüber. Karl-Heinz Böhm und seine Ehefrau Almaz sprechen dafür gerne über ihre Äthiopienhilfe. Eine – besser großzügige – Spende für den vom „Kaiser Franzl“ zum „Kaiser Karl vom Untersberg“ gewandelten Helfer bürgt für sein persönliches Erscheinen.

Seltener zeigt sich auch Tierretter Michael Aufhauser
Rauchverbot, Gänsestopfleber am Buffet oder eine Pelzmodenschau als Höhepunkt des Abends lassen ihn schon am Eingang wieder kehrt machen. Die Rettung eines Vierbeiners ist da schon eher ein Garant, dass er zusammen mit Renate Thyssen Henne und ihrer Tochter Gabriele Begum Inaara Aga Khan vorbeischaut.

Ein bisschen Wirtschaft gewünscht? Gut, da wäre einmal Spar-Chef Gerhard Drexel. Wenn irgendwo – auch nur klein – der Name der Konkurrenz draufsteht, macht er einen weiten Bogen. Ansonsten ist er ein angenehmer und unkomplizierter Gesprächspartner mit einem fantastischen Namensgedächtnis.

Ebenfalls selten: Alexander Pappas. Noch seltener: seine Schwester Catharina. Ebenso Raika-Boss Günther Reibersdorfer: Der talkt lieber mit Wirtschaftsfachleuten im kleinen, erlauchten Kreis.

Weiter zu den Sportlern
Mit einem „Dosenkracherl-Fußballer“ lässt sich kein Fest in Salzburg mehr bereichern. Hermann Maier wäre da schon gut, besser noch mit Freundin Stefi. Er genießt aber mittlerweile die Ruhe und tourt dieser Tage zum Südpol. Franz Beckenbauer ist auch ein Gewinn für jede Veranstaltung, nimmt jedoch gemeinsam mit Ehefrau Heidi wohl auch aus Zeitgründen geschätzt nur jede hundertste Einladung an. Selten gesehen, aber eines der nettesten Pärchen überhaupt: Sportler Matthias Lanzinger mit Freundin Eva. Zusammen sind sie die Botschafter für Lachen und positives Denken. Sehr, sehr selten, aber Österreichs Jahrhundersportlerin: Annemarie Moser-Pröll. Sie verirrt sich leider nur mehr selten in die Mozartstadt.

Ralf und Cora Schumacher Sportliche Erfolge fehlen, aber für Schlagzeilen
ist das Duo immer noch gut.

Da wäre noch ein – gebürtiger – Italiener, der wie kein anderer Salzburg kennt: Sepp Forcher.

Oder Elisabeth Gürtler, die nicht nur erfolgreiche Hotelierin ist, sondern auch Vorzeigefrau in Sachen Stil und Mode. Nicht zuletzt, bzw. doch zuletzt: Eliette von Karajan – bekannt für ihre Unpünktlichkeit und ihre Liebe zu gutem Rotwein. „I don´t leave my house for coffee, make a big Dinner“ („Für
eine Einladung zum Kaffee gehe ich nicht außer Haus, es muss schon ein großes Abendessen sein.“), lautet der Paradesatz der Dirigentenwitwe.
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