31.03.2016, 13:11 Uhr

Birgitz ging haarscharf an einer Katastrophe vorbei!

Die Tenne des Bauernhauses brannte völlig aus – die Flammen griffen auch auf das Nachbarobjekt über.

Feuerwehren verhinderten durch einen Großeinsatz ein Inferno im dichtverbauten Ortskern!

Man kann beim Großbrand in den heutigen Morgenstunden – dessen Ursache zur Stunde noch nicht feststeht – auch das Glück bemühen – das muss aber lediglich eine Randnotiz bleiben. Dass es zu keinem Inferno von unfassbaren Ausmaßen gekommen ist, liegt am effizienten Einsatz der Feuerwehren. Der Brandort liegt nämlich genau dort, wo man ein derartiges Geschehen am meisten fürchtet. im dicht verbauten Ortskern von Birgitz stehen die Häuser im Abstand von ca. zwei bis drei Metern – und ebendort haben bereits mehrmals Abschnittsübungen der Feuerwehren des westlichen Mittelgebirges stattgefunden!

Großalarm in den Morgenstunden

Am heutigen Morgen war sofort klar, dass es sich um keine Übung, sondern um ein Szenario von bedrohlichen Ausmaßen handelt. Einsatzleiter Walter Stockner, der auch Kommandant der Feuerwehr Birgitz sowie Abschnittskommandant ist, beschreibt seinen ersten Eindruck: "Als ich um 5.20 Uhr zum Einsatzort gefahren bin, war sofort klar, dass Alarmstufe zwei ausgelöste werden musste. Am Brandort eingetroffen, wurde diese Maßnahme dann sofort auf Abschnittsalarm erweitert. Die Tenne des Bauernhauses stand in Vollbrand, die Flammen griffen auf das Nachbarobjekt über, die Hitzeentwicklung war enorm. Das Augenmerk galt in diesem Moment den Bewohnern der beiden Häusern, die wir evakuieren konnte. Ein Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus gebracht, drei weitere Personen blieben unverletzt."

Schwierige Wasserversorgung

Bei der Wasserversorgung kam es unerwartet zu Problemen. "Ich habe dann sofort die Berufsfeuerwehr Innsbruck alarmiert, die mit einem Universallöschfahrzeug ausgerückt ist. Weiters wurden zusätzlich die Tanklöschfahrzeuge au Zirl, Völs und Kematen, die Drehleiter Völs sowie die Feuerwehr Mieders mit Atemschutzflaschen angefordert."
Die anfänglichen Maßnahmen galten dem Schutz der Nachbargebäude, so Walter Stockner. "Als dann genug Kräfte vor Ort waren, wurde mit dem umfassenden Löschangriff der beiden Brandobjekte begonnen!"

Erfolgreiche Maßnahmen

Dass hier alles richtig gemacht wurde, zeigt das Bild weniger Stunden nach dem Brand. Am heutigen Vormittag war das Geschehen unter Kontrolle. Ob die beiden unmittelbar betroffenen Häuser noch erhalten werden können, wird sich zeigen. Die angrenzenden Objekte weisen zwar Schäden an den Fassaden auf, blieben ansonsten aber weitgehend von schlimmeren Schäden verschont.
"Es waren rund 200 Einsatzkräfte von insgesamt zwölf Feuerwehren vor Ort", bilanziert der Einsatzleiter. "Hier hat sich gezeigt, wie wichtig die Übungen, vor allem auch die Abschnittsübungen in den Dörfern sind. Ohne die Großalarmierung und dem schnellen, effizienten Handeln wäre es hier nicht bei einem Brand von zwei Objekten geblieben."
Dieser Meinung ist auch Bgm. Markus Haid, der sofort am Brandort war. "Wir haben die betroffenen BewohnerInnen in Quartieren unterbringen können, alles weitere wird sich weisen. Hier hätte viel Schlimmeres passieren können! Die Einsatzkräfte haben hier großartige Arbeit geleistet und unsere Gemeinde vor größerem Schaden bewahrt. Dafür möchte ich allen, die hier im Einsatz waren, herzlich danken!"

Fotos vom Großbrand finden Sie HIER
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