17.10.2016, 16:38 Uhr

Große Tulln mit grün-brauner Schicht überzogen

Bei Langenrohr schaute die Große Tulln so aus, als könnte man auf dem Fluss spazieren gehen, ohne nass zu werden.

Karl Gfatter, Obmann des Wasserverbands Große Tulln, weist jeden Zusammenhang des Laabenbachs mit dem "Dreck" im Mündungsbereich aufs Schärfste zurück.

LAABENTAL / LANGENROHR (mh). Unmittelbar vor der Mündung in die Donau zeigte sich vergangene Woche in der Großen Tulln ein un­ap­pe­tit­liches Bild. Bei der Kronauerbrücke im Gemeindegebiet von Langenrohr war der Fluss mit einer grün-braunen Schicht, garniert mit Treibholz und Müll, überzogen, als wäre er zu Land geworden. Dass dafür Verunreinigungen oder Biberschäden im Laabenbach flussaufwärts verantwortlich sein könnten, weist Karl Gfatter, Obmann des Wasserverbands Große Tulln, aufs Schärfste zurück: "Das wäre bei unseren regelmäßigen Uferkontrollen aufgefallen!"

Abgestorbene Wasserpflanzen

Jan Köck, Experte für Wasserwirtschaft, hat eine Erklärung: "Um diese Jahreszeit ist es durchaus möglich, dass sich ein Gemisch aus abgestorbenen Wasserpflanzen, Blättern und Ästen in diesem Bereich der Großen Tulln sammelt." Laut Köck sei dafür die geringe Fließgeschwindigkeit der Großen Tulln im Mündungsbereich durch die gestaute Donau verantwortlich. "Abgestorbene Wasserpflanzen" ist auch der Schluss eines Expertenteams des Verbunds, der für diese Woche eine Wassergüteuntersuchung beauftragt hat. Durch den starken Wind entspannte sich am Wochenende die Situation. Am Montag war nur mehr ein zwei Meter breiter Streifen an den Uferrändern betroffen.
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