10.04.2016, 21:46 Uhr

Wolfsberg als Schauplatz eines COPD-Ärztekongresses

Wolfsberg ist medizinisch am Puls der Zeit: Gesundheits-Stadtrat Alexander Radl, Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz und Initiator Internist Harald Pressl (von links) (Foto: KK)

Neben dem nicht-öffentlichen, ärztlichen Fachkongress zur Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung erwartet die Besucher am 16. April eine Publikumsausstellung mit Fachvorträgen und begehbarem Lungenmodell.

petra.moerth@woche.at

WOLFSBERG. Rund 800.000 Menschen leiden in Österreich an COPD (englisch abgekürzt für chronic obstructive pulmonary disease), die Erkrankungsfälle sind immer noch im Steigen begriffen - aber nur zehn Prozent davon sind in ärztlicher Behandlung. Diesem brisanten Thema widmen sich nun auf Initiative des Wolfsberger Internisten Harald Pressl ein hochrangig besetzter Ärztekongress am Freitag, dem 15. April, und eine Publikumsausstellung mit Fachvorträgen am Samstag, dem 16. April, in den Wolfsberger Kulturstadtsälen (Kuss).

Rauchen als Ursache


Die im Deutschen als chronisch obstruktive Lungenerkrankung bezeichnete langsam fortschreitende Krankheit geht mit Husten, Auswurf und Atemnot einher. Die Ursachen liegen - abgesehen von persönlicher Veranlagung - in der Schadstoffmenge, der die Atemwege ausgesetzt sind. Der weitaus häufigste Auslöser ist bei uns Tabakrauch.
"Erkennen von COPD ist das Gebot der Stunde", erklärt der Wolfsberger Internist Harald Pressl, dem es gelungen ist, Österreichs führende Experten in die Lavanttaler Bezirkshauptstadt einzuladen. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, dem 15. April, mit einem nicht-öffentlichen, ärztlichen Fachkongress. Am Samstag, dem 16. April, ist die Bevölkerung bei freiem Eintritt zur Ausstellung mit Fachvorträgen ins Kuss eingeladen.

"Medizin zum BeGreifen"


Pressl: "Die Ausstellung steht unter dem Motto ,Medizin zum BeGreifen'. Wir wollen die Sensibilität gegenüber dieser Erkrankung erhöhen. Im Mittelpunkt wird sicherlich das fünf mal 2,4 mal 2,1 Meter große, begehbare Lungenmodell stehen." Der zuständige Gesundheitsstadtrat Alexander Radl (SPÖ) unterstreicht die Wichtigkeit der Veranstaltung: "COPD wird ein immer größeres Thema. Mit dieser Ausstellung bieten wir den Gemeindebürgern die Möglichkeit, sich über Ursachen, Auswirkungen, aber auch die Vermeidung von COPD zu informieren. In besonderer Erinnerung wird wohl jedem Besucher das begehbare Lungenmodell bleiben."

Aufgeschlossene Bevölkerung


Der Wolfsberger Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ) dankt im Namen der Stadtgemeinde insbesondere dem Initiator und Organisator Harald Pressl: "Wir freuen uns, dass die Stadtgemeinde Wolfsberg als Gastgeber dieser so hochrangig besetzten und wichtigen Veranstaltung auftreten darf. Wie die stets großartig besuchten 'Mini Med'-Vorträge zeigen, ist die Wolfsberger Bevölkerung medizinischen Themen gegenüber sehr aufgeschlossen. Mit diesem Kongress zeigen wird, dass Wolfsberg bei medizinischen Themen am Puls der Zeit ist."

ZUR SACHE:
Die Ausstellung unter dem Motto "Medizin zum BeGreifen" zum Thema "Unsere sensible Lunge" am Beispiel COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) findet am Samstag, dem 16. April, von 8.30 bis zirka zwölf Uhr in den Kulturstadtsälen (Kuss) statt.

Nach der Eröffnung können die Besucher von neun bis 10.30 Uhr beim Vortrag "COPD - eine schleichende Lungenkrankheit" mit den Referenten Primar Michael Muntean und Oberarzt Ulrich Radda Fragen stellen.

Das Thema
"Raucherentwöhnung - was bringt diese?" steht im Referat von elf bis 11.30 Uhr mit der Raucherentwöhnungstherapeutin Uta Arthofer am Programm.

Parallel dazu ist das große Lungenmodell für die Besucher begehbar. Der Eintritt ist frei. Um freiwillige Spenden für die Krebsforschung der Universität Wien wird gebeten.
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