13.07.2016, 08:00 Uhr

Wahlwiederholung: "Keine Fehler gemacht"

Symbolfoto Wahlurne (Foto: Holger Lang/pixelio.de)

Die Neuwahl im Herbst sorgt bei 1.244 Beisitzern im Bezirk Zwettl für Frust.

BEZIRK ZWETTL (bs). Während andere mit Familien feiern, Sonntagsausflüge machen oder einfach nur entspannen, sitzen sie in Schulklassen, Hinterzimmern von Gasthäusern und Gemeindestuben. Von sechs Uhr Früh bis 20 Uhr an jedem Wahlsonntag.
Die Bezirksblätter haben einige der 1.244 Wahlbeisitzer im Bezirk gesucht und mit ihnen gesprochen. Über die Liebe zur Demokratie, den Schaden und - jetzt auch den Spott, den man für diese freiwillige Arbeit nun ertragen muss.

Parteien stellen Beisitzer

Ottenschlags Wahlleiterin und Bürgermeisterin Christa Jager (ÖVP) stellt im Bezirksblätter-Interview klar, dass sie für einen reibungslosen Ablauf die Hand ins Feuer legen könne. Es gebe weder Bezahlung noch sonstige Verköstigung für die Wahlbeisitzer, die am Land naturgemäß von den Parteien gestellt werden. Diese kommen ihren Pflichten laut Jager auch gerne nach und werden das auch im Herbst noch einmal tun. Mit Konsequenzen rechnet die Bürgermeisterin nicht: "Wir haben hier wie immer einen guten Job gemacht und werden auch weiterhin die Vorschriften genauestens einhalten."

Genauer Leitfaden

Die von den Bezirksblättern befragten Wahlbeisitzer erklären, dass der Wahltag bereits vor dem Öffnen der Wahllokale beginnt, indem etwa die Unterlagen überprüft oder die Anzahl der vorhandenen leeren Stimmzettel nachgezählt werden. Nach Wahlschluss erfolgt die Auszählung, das Ergebnis wird der Gemeinde telefonisch übermittelt. Diese wiederum gibt das Resultat an die Bezirkswahlbehörde, also den Bezirkshauptmann, weiter. Verbesserungsmöglichkeiten werden bei möglichen Schulungen für neue Wahlbeisitzer gesehen. Generell werde es aber schwieriger, die nötige Anzahl an mitwirkenden Personen bei den Urnengängen zu finden.

Zur Sache:
In 93 Wahlsprengel waren 372 Personen für die Abwicklung und Baufsichtigung der Wahlen zuständig. Dazu kommen 240 Personen für die Gemeindewahlbehörde und zehn für die Bezirkswahlbehörde. Insgesamt waren also 622 Wahlbeobachter im Bezirk Zwettl im Einsatz. Dazu kommen ebensoviele Ersatzmitglieder sowie weitere Vertrauenspersonen.
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