Im Hofladen ist alles im "grünen" Bereich

Leitet den Hofladen seit drei Jahren : Franziska Schöggl mit ihrem acht Wochen alten Töchterchen Ilvy
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ALSERGRUND. "Wir sind ein richtiges Familienunternehmen", erklärt Franziska Schöggl, Leiterin des "Hofladens". Die Idee dazu stammt eigentlich von ihrem Bruder Georg Rohrauer, der gemeinsam mit seiner Frau Annemarie im Burgenland eine Landwirtschaft samt Imkerei betreibt. Schöggl, die ursprünglich zum Weinbau- und Kunststudium aus dem heimatlichen Burgenland nach Wien übersiedelt war, übernahm das Geschäft vor drei Jahren.

Die Mutter zweier kleiner Kinder sorgt hier für ständig frischen Nachschub an Bio-Obst und -Gemüse und bäckt die vielen Kuchen, die schon beim Anblick in der Frischetheke Appetit auf mehr machen. "Im Laufe der Zeit wurde aus unseren selbst produzierten biologischen ‚dazu‘-Produkten, die man zum Brot oder zur Jause essen konnte, immer mehr: etwa Obst und Gemüse auch von befreundeten Bio-Bauern, Eier, Butter, Käse und andere Milchprodukte sowie Mehl, Brot und Gebäck, Säfte und vor allem burgenländische Weine", erzählt Schöggl. "Heute sind wir eine echte Bio-Greißlerei, in der es alles Essbare gibt, das man in einem Haushalt braucht."

Bio-Pionierarbeit

"Seit vier Generationen beschäftigen wir uns auf unserem Bio-Hof mit der Natur. Das hat uns gezeigt, wie perfekt das Ökosystem funktionieren kann", erklärt die Unternehmerin. "Ein Beispiel sind unsere Bienen. Mein Vater betreibt seit 1995 als einer der Ersten im Burgenland unsere Imkerei biologisch." Das heißt, im Stock selbst wird ohne Gift nach strengen Bio-Richtlinien gearbeitet, es werden keine Kunststoffe verwendet und man geht mit den Bienen behutsam um.

Frische besonders wichtig

Dazu gehört auch, nur saisonale und regionale Ware aus eigenem Anbau und von kleinen Bio-Landwirtschaften in der Nähe anzubieten. Und dass nichts von den guten Dingen übrig bleibt oder weggeworfen wird. "Frische ist mir besonders wichtig. Deshalb haben wir auch nur ab Mittwoch offen, da kommen nämlich die neuen Lieferungen", erklärt sie. Alles, was von der Vorwoche übrig bleibt, wird in der Zwischenzeit zu Säften, Marmeladen oder Chutneys verarbeitet. Das macht sie selber. So viel Konsequenz und Nachhaltigkeit müssen natürlich belohnt werden. Im April 2018 wurde der "Hofladen" mit dem Alsergrunder Wirtschaftspreis ausgezeichnet, der stolz in der Auslage, gleich neben dem Eingang, präsentiert wird. "Das war eine große Ehre für uns." Zu verdanken sei diese Auszeichnung aber vor allem den vielen Stammkunden. "Wenn ich hier im Grätzel auf der Straße gehe, kennt und grüßt mich jeder. Das ist wie in einem Dorf", freut sich die "Hofladen"-Leiterin.

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