Großaufgebot
Schadstoffeinheit der Berufsfeuerwehr rückt in Brigittenau aus
- In der Engerthstraße kam es am Freitagnachmittag zu einem Aufgebot an Spezialkräften der Berufsfeuerwehr.
- Foto: privat
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Am Freitag gab es ein Großaufgebot der Feuerwehr samt Spezialgeräten im 20. Bezirk zu sehen. Grund war jedoch kein akuter Notfall. Bei der Räumung eines Labors einer Bildungseinrichtung wurden gesundheitsschädliche Stoffe gefunden. Kurios: Da kein geeignetes Fachunternehmen zur Entsorgung verfügbar war, mussten kurzerhand die Florianis helfen.
WIEN/BRIGITTENAU. Großaufgebot der Berufsfeuerwehr in der Brigittenau am Freitagnachmittag. Bilder aus der Engerthstraße zeigen, wie gegen 14 Uhr dort zahlreiche Fahrzeuge samt Spezialisten der Schadstoffeinheit unterwegs waren. Dort befindet sich ein Ausbildungszentrum des Berufsförderungsinstituts (BFI). Das sorgte für einiges Aufsehen in der Nachbarschaft.
Gegenüber MeinBezirk erklärt Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf die Hintergründe. Das doch nicht-alltägliche Auftreten war keinem akuten Notfall geschuldet: "Bei der Räumung eines Labors sind Stoffe zutage getreten, die man über das Wochenende nicht anders entsorgen konnte. Deshalb ist die Feuerwehr zur Unterstützung gekommen."
In Schutzanzügen
Nachdem diese Stoffe in dem einstigen Labor entdeckt wurden, "wollte man diese so schnell wie möglich entfernen", schildert Schimpf. Die Feuerwehr rückte dann mit den Schadstoff-Spezialisten samt Gerätschaft und Schutzanzügen an, um dem Auftrag nachzugehen.
- Der "Entsorgungsdienst" ging mit allergrößter Vorsicht dem Auftrag nach. Dementsprechend kam Equipment zum Einsatz, das etwa bei einem Schadstoffunfall zum Einsatz kommt.
- Foto: privat
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Worum es sich bei den gefundenen Substanzen handelte, darüber hielt man sich seitens der Berufsfeuerwehr bedeckt. Klar sei jedenfalls: "Da hier kein Gefäß oder Ähnliches zerbrochen wurde und nichts austrat, gab es auch keine Verletzten oder akuten Gefahren."
Kosten trägt Auftraggeber
Laut dem Floriani-Sprecher kommen solche Dienste für die Einheit "nicht oft, aber doch regelmäßig vor." Beispiele gäbe es einige. Etwa, wenn Lehrpersonal in Schulen ausscheiden, und bei der Durchsuchung von zurückgelassenem Equipment solche Stoffe vorgefunden werden. Oder wenn in Labor-Schränken Inventur gemacht wird und plötzlich Substanzen auftauchen, die nicht ordnungsgemäß beschriftet bzw. gekennzeichnet sind.
Die Kosten für solche Leistungen der Berufsfeuerwehr trägt übrigens nicht die Stadt. Sie werden dem Auftraggeber in Rechnung gestellt. Wie viel die Tätigkeit vom Freitag in der Engerthstraße konkret kostete, das ist nicht bekannt. Nur so viel: Es waren rund 30 Einsatzkräfte vor Ort im Dienst.
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