Links will "Superblock"
Braucht die Brigittenau mehr Verkehrsberuhigung?
- Braucht es mehr Verkehrsberuhigung in der Brigittenau?
- Foto: Kathrin Klemm
- hochgeladen von Katharina Nieschalk
Die Kleinpartei Links in der Brigittenau wünscht sich einen Superblock im Bezirk. Erfolgsprojekt in Favoriten soll hier als Vorbild dienen.
WIEN/BRIGITTENAU. Verkehrsberuhigte Zonen und grüne Ecken wünscht sich die Links Partei in der Brigittenau. In der letzten Bezirksvertretungssitzung brachten sie einen Antrag zur Schaffung eines sogenannten "Superblocks" im Bezirk ein.
Unter "Superblocks" versteht man ein Stadtplanungs-Konzept zur Verkehrsberuhigung in Wohnbezirken. Zwischen Häuserblocks soll dabei der Autoverkehr unterbunden und die freiwerdenden Flächen beispielsweise zu versickerungsfähigen Grünflächen umgestaltet werden. Die Schaffung solcher Begegnungszonen soll für mehr Lebensqualität von Anrainern und eine aktivere Nutzung des Grätzl sorgen.
Stelle noch unklar
Der Antrag wurde in der Sitzung der Verkehrskommission zugewiesen. Dieser obliegt es nach einem geeigneten Ort für die Umsetzung so eines Superblocks zu suchen. Herausforderung wird weiterhin sein, eine gute Verkehrsanbindung zu ermöglichen. Angedacht sind dabei jene Stellen im Bezirk, die von der Radlobby als wenig verkehrsberuhigt eingestuft wurden.
Darunter fällt das Gelände östlich des Nordwestbahnhofs, welches sehr engmaschig von Straßen durchzogen ist. Diese Gegend würde sich insofern gut für den Ausbau zu Begegnungszonen eignen. Als Vorbild dient das "Supergrätzl" in Favoriten, dessen Realisierung 2023 startete. Ein "Superblock" funktioniert nach demselben Prinzip.
Erfolgsprojekt Favoriten
Es ist bereits das zweite Mal, dass die Klubchefin Hannah Luschnig und Bezirksrat Stefan Ohrhallinger von der Links-Partei einen Antrag für die Schaffung eines Superblocks eingebracht haben. Der Grund für den erneuten Antrag liegt an der jüngsten Auszeichnung des "Supergrätzl". "Beim letzten Antrag wurde gesagt, wir sollen die Evaluierung abwarten. Inzwischen hat es den VCÖ-Mobilitätspreis gewonnen und wurde von Stadträtin Sima (Ulli, SPÖ, Anm.) als Vorzeigeprojekt bezeichnet", erklärt Ohrhallinger. Dafür gebe es für den Superblock zudem noch bis Ende Februar eine Bundesförderung durch den "Masterplan Gehen".
- So sieht das Supergrätzl in Favoriten aus.
- Foto: Karl Pufler
- hochgeladen von Katharina Nieschalk
Die Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm (SPÖ) begrüßt zwar die Zuweisung an die Experten in der Verkehrskommission, mahnt aber, dass solch ein Eingriff in das Stadtbild gut durchdacht gehört. „Wenn man nämlich in bestehende Strukturen eingreift, könnte es ein böses Erwachen geben, da alteingesessene Bewohner vielleicht nichts mit den Kriterien eines Superblocks anfangen können.“
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