Billrothgymnasium
SPÖ übt Kritik an Umsetzung der Gehsteigerweiterung
- Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Mahboobeh Bayat (SPÖ) zeigt sich mit der Umgestaltung wenig zufrieden.
- Foto: SPÖ
- hochgeladen von Fabian Franz
Pünktlich zum Schulbeginn wurde der Gehsteig und damit der Vorplatz des Billrothgymnasiums neu gestaltet. Der Antrag dazu kam von SPÖ und ÖVP. Die Sozialdemokraten zeigen sich mit der Umsetzung aber wenig zufrieden.
WIEN/DÖBLING. Ein überparteilicher Beschluss zur Gehsteigerweiterung vor dem Billrothgymnasium sorgt nach Abschluss der Bauarbeiten für Diskussionen. Während die SPÖ das Ergebnis als "verpasste Chance" kritisiert, verteidigt die ÖVP die Umsetzung mit Verweis auf Verkehrssicherheit und die Vorgaben der städtischen Fachdienststellen.
Auslöser der Debatte ist das Ausbleiben erhoffter Begrünungs- und Aufenthaltszonen. Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Mahboobeh Bayat (SPÖ) zeigt sich enttäuscht vom fertigen Vorplatz: "Mein ursprünglicher Vorschlag war, die neu gewonnene Fläche gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu gestalten – mit Begrünung, Sitzmöglichkeiten und mehr Aufenthaltsqualität". Dass stattdessen lediglich eine erweiterte Asphaltierung vorgenommen wurde, sei ernüchternd: "Damit wurde aus meiner Sicht eine Chance vergeben, hier einen zeitgemäßen Schulvorplatz zu schaffen."
ÖVP weist Kritik zurück
Die ÖVP weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf den Wortlaut des gemeinsamen Beschlusses in der Bezirksvertretung. Im Antrag von ÖVP und SPÖ aus dem Dezember 2025 wurde zwar festgehalten, dass Schülerideen zu Sitzplätzen und Pflanzen gesammelt werden sollen, die Ausführung stand jedoch unter klaren Bedingungen: Die zuständigen Magistratsabteilungen mussten die Entwürfe auf Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, Pflegeaufwand sowie Machbarkeit prüfen. Zur Umsetzung kommen sollte die "fachlich bestgeeignete Variante", erklärt der stellvertretende Bezirksvorsteher, Robert Wutzl (ÖVP).
- Die Ideen der Schülerinnen und Schüler waren nicht wirklich umsetzbar erklärt man seitens des Bezirks.
- Foto: z.V.g.
- hochgeladen von Fabian Franz
"Genau das ist passiert", betont er. Der Bereich vor der Schule sei kein gewöhnlicher Platz: Direkt vor dem Eingang fährt die Linie 38, zu den Stoßzeiten herrscht starkes Gedränge. Freie Sichtbeziehungen, sichere Wegeführungen und Barrierefreiheit hätten daher absolute Priorität gehabt. "Die Fachleute haben ihre Arbeit gemacht, die Schule wurde eingebunden, das Projekt wurde innerhalb der Ferien umgesetzt und rechtzeitig zum Schulbeginn fertiggestellt", so Wutzl. Er spricht auch davon, dass die Schulleitung die Verbreiterung als großen Gewinn bezeichnet. Auf direkte Nachfrage wollte sich die Direktion allerdings nicht äußern.
Bildungsdirektion zufrieden
Rückendeckung für das Vorgehen kommt hingegen von der Bildungsdirektion Wien. Auf Anfrage heißt es von der Schulbehörde, dass die Verbreiterung "in Kooperation der Schulgemeinschaft und des Bezirks geplant und im Rahmen der Möglichkeiten umgesetzt wurde". Dieser Rahmen habe sich aus den baulichen und finanziellen Vorgaben sowie den konkreten Bedürfnissen der Schule ergeben.
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