Primaballerina
Kaisermühlens Nummer 1

Doppelte Natascha Mair, in ihrer Rolle als Coppélia am Plakat und in der gleichen Tanzpose davor.
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  • Doppelte Natascha Mair, in ihrer Rolle als Coppélia am Plakat und in der gleichen Tanzpose davor.
  • hochgeladen von Sabine Krammer

Natascha Mair hat es an die Spitze des Wiener Staatsopernballets geschafft .

DONAUSTADT. Vielleicht war es die Nähe zur Rudolf-Nurejew-Promenade, wo ihre Eltern wohnen, wodurch die Erste Solotänzerin des Wiener Staatsballetts, Natascha Mair, ihre Liebe zum Ballett entdeckt hat. Ihre Eltern, eine Kärntnerin und ein Donaustädter, haben lediglich ihren Bewegungswillen gefördert, die Entscheidung zum Ballett hat die heute 23-Jährige alleine getroffen.
„Mit fünf Jahren bin ich in eine Ballettschule in Kaisermühlen gegangen, habe zunächst nur schnuppern wollen und bin dann dabeigeblieben“, erzählt die zierliche Tänzerin. Was folgte, war eine Mischung aus hartem Training, Talent und etwas Glück. Von Kaisermühlen ging es bereits mit sieben Jahren zum Staatsopernballett in die City. 2012 wurde sie am Wiener Staatsballett engagiert, 2014 wurde sie Halbsolistin und 2018 zur Ersten Solotänzerin ernannt.
Die steile Karriere fordert ihren Tribut. Mair muss täglich viele Stunden trainieren. „Ballett ist aber weit mehr als nur perfekte Körperbeherrschung. Emotionen müssen gelebt und gezeigt werden, weil das Künstlerische im Vordergrund steht“, ist sie überzeugt.
Aktuell tanzt sie in "Coppélia", einem klassischen Ballettstück von Pierre Lacotte, die Hauptrolle einer Puppe, die zum Mensch werden soll. Das Stück ist tänzerisch und schauspielerisch eine echte Herausforderung.

Ballett als Team

Der gute Zusammenhalt innerhalb des Balletts ist deshalb eine große Hilfe für Mair. Damit die Verständigung innerhalb des internationalen Ballett-Ensembles gut funktioniert, wird Englisch gesprochen, allerdings „werden die einzelnen Posen, Schrittfolgen und Ausdrücke in französischer Sprache genannt“. Für die talentierte Tänzerin ist das jedoch kein Problem, hat sie doch sogar ein Schul- und Ausbildungsjahr übersprungen und ein Jahr früher maturiert.

Vorbild und Zukunft

Ein Vorbild ist für die gebürtige Kaisermühlnerin die französische Starballerina Sylvie Guillem, die 2015 ihre Karriere beendete und von Mair wegen ihrer perfekten Rollengestaltung verehrt wird. Für eine Weltkarriere kann sie sich auch vorstellen, ins Ausland zu gehen. „Amsterdam, San Francisco, Boston oder New York würden mich reizen.“
Die Tänzerin hat bereits einige internationale Einzelvorstellungen in Indonesien, China, Japan und ganz Europa absolviert. 2012 wurde sie beim Internationalen Wettbewerb für Ballettschulen in Peking mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und erhielt den ersten Preis beim Premio Roma Danza. 2014 bekam sie den Förderpreis des Ballettclubs Wiener Staatsoper & Volksoper.
Wenn die Ballettschuhe ruhen, verwandelt sich die Künstlerin in eine normale 23-Jährige, die am liebsten mit ihren Freunden abhängt oder shoppen geht. Fast immer mit dabei sind zwei Freundinnen aus ihrer Kaisermühlner Zeit. Wie damals.

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