Stadtstraße-Ausbau
Letzter Tunneldurchstich geschafft, Baustelle fast fertig
- Die Stadtstraße, eine Straßenverkehrsanbindung zwischen Südosttangente und der S1, ist zu 80 Prozent fertig. Diese soll die Seestadt und äußeren Teile der Donaustadt besser an den Rest von Wien anbinden.
- Foto: Projektkoordination Stadtstraße Aspern
- hochgeladen von Michael Marbacher
Der Bau der Stadtstraße in der Seestadt neigt sich wohl dem Ende. Einem Bericht zufolge sei der Bau bereits zu 80 Prozent beendet.
WIEN/DONAUSTADT. Lange dürfte es wohl nicht mehr dauern. Wenn es nach der Stadt geht, möchte sie den Bau der Stadtstraße in der Seestadt Aspern bereits Ende 2026 abschließen und alle Verkehrsfreigaben haben. Wie "ORF Wien" berichtet, ist jetzt ein weiterer Durchbruch gelungen. Am Montag, 2. Februar, ist der letzte Tunneldurchstich für die Tunnelanlagen gelungen. Die Stadtstraße sei damit zu 80 Prozent fertiggestellt.
Auf 3,3 Kilometern verbindet die Stadtstraße die Seestadt mit der Südosttangente. Sie ist Voraussetzung für diverse Projekte in der Donaustadt, die dem Wohnungsausbau zugutekommen, allem voran der nördliche Teil der Seestadt. Die beiden Tunnelanlagen sollen bereits im Herbst fertiggestellt sein. Eine Verkehrsfreigabe sei laut einem Sprecher der "Ombudsstelle Stadtstraße" erst 2027 zu erwarten.
Die Zufahrt der Seestadt an die Südosttangente erfolgt über die Ostbahnbegleitstraße. Ein Zugang über die Hausfeldsiedlung ist nicht geplant. Laut dem Sprecher würde man sich nach aktueller Sicht an den Kostenrahmen von 460 Millionen Euro halten können. Die Verkehrsfreigabe der gesamten Stadtstraße ist für 2027 geplant.
Freie Bahn für Seestadt Nord?
Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) hält fest, dass die Seestadt Nord erst gebaut werden kann, wenn eine ausreichende Verkehrsanbindung für den betroffenen Teil der Donaustadt gewährleistet ist. Die Stadtstraße ist dabei nur ein Teil des Bildes.
- Eine Grafik der Stadt Wien zur geplanten Anbindung der Seestadt aus 2025.
- Foto: Stadtstraße.at
- hochgeladen von Michael Marbacher
Für den Ausbau der Seestadt ist auch noch der Ausbau des nördlichen Teils der S1 notwendig. Zentral ist hier die sogenannte S1-Spange, ein Lückenschluss zwischen Seestadt und Süßenbrunn. Die Spange ist allerdings ein Projekt der Asfinag. Nach dem letzten Stand möchte man hier nach Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) bereits im Frühjahr 2026 mit dem Bau starten. Auch die Webseite der Asfinag führt das Frühjahr 2026 als Baustart für die Spange an. Ein Bauende sei erst für 2032 geplant.
Das Projekt Stadtstraße ist nicht ohne Kritik. 2022 versammelten sich mehrere Protestcamps in der Nähe des Baugeländes, um gegen die Stadtstraße und das anhängende Projekt des Lobautunnels zu protestieren. Die Umweltorganisation Greenpeace bezeichnet das Straßenprojekt als eine der schlimmsten Bausünden in Österreich.
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