01.02.2017, 09:35 Uhr

Kulturjahr 2017 im Zeichen der Gegenwartskunst – 100.000 Euro an Förderungen zu vergeben

Kunstinteressierte im Burgenland sollen heuer mit Gegenwartskunst verwöhnt werden.
EISENSTADT (ft). Neues Jahr, neuer Schwerpunkt: Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) möchte im Jahr 2017 Künstler der Gegenwart vor den Vorhang holen und hat dafür am Dienstagabend gemeinsam mit der Kultur-Koordinatorin Karin Ritter das Jahr der Gegenwartskunst im Projektraum der Eisenstädter Landesgalerie ausgerufen.

Drei neue Förderprogramme

Zur Verfügung stehen dazu drei neue Förderprogramme, mit denen insgesamt 100.000 Euro an heimische Künstler ausbezahlt werden sollen: Neben kleinen Kunstprojekten mit einer Förderung von maximal je 3.000 Euro und Schulkunstprojekten, die mit maximal 400 Euro unterstützt werden, können sich heuer auch fünf Künstler insgesamt 40.000 Euro für Großprojekte untereinander aufteilen.

Wie in der Höhle der Löwen

Gerade bei Letzterem setzen Bieler und Ritter auf ein Novum im Burgenland: Erstmals soll eine Experten-Jury die fünf Anwärter auf eine Förderung für ein Großprojekt auserwählen. Anschließend dürfen die Auserwählten – ähnlich wie bei der Fernseh-Show "Die Höhle der Löwen" – sich und ihre Großprojekte vor der Jury präsentieren. Und das alles öffentlich: Interessierte können die "Burgenländische Höhle der Löwen" kostenlos und live vor Ort verfolgen.

Fristen bis Mai, Juni und Oktober

Einreichen können die heimischen Künstler ihre Klein-, Schul- oder Großprojekte bereits ab jetzt. Die einzelnen Fristen enden am 1. Mai (Großprojekte), am 1. Juni (Kleinprojekte) sowie am 1. Oktober (Schulprojekte). Bedingung für alle Projekte: Sie müssen mit dem 31. Dezember 2017 abgeschlossen sein, "damit wir das Jahr der Gegenwartskunst 2017 auch rechtzeitig und erfolgreich abschließen können", erklärt Bieler.

Neue Veranstaltungen geplant

Neben den neuen Förderprogrammen stehen auch neue Veranstaltungen am Kulturprogramm 2017: So wird es unter anderem eine Diskussionsrunde zum Thema "Die Kunst von der Kunst zu leben" oder auch ein eintägiges Symposium zum Thema "Die Angst der Burgenländer vor der Gegenwartskunst" geben.
Da das Jahr 2017 im Zeichen der burgenländischen Gegenwartskunst steht, wurde bereits 2016 der Förderpreis für Bildende Kunst unter das Motto "Burgenlands Aufbruch in die Moderne I" gestellt. Vor der Eröffnung einer gleichnamigen Ausstellung am Dienstagabend wurde auch der mit 3.500 Euro dotierte Förderpreis vergeben: Dieser ging an Florian Lang aus Stinatz. Insgesamt hatten sich 36 Künstler aus dem Burgenland mit 91 Kunstwerken am Kunstwettbewerb beteiligt.
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