Haus Laaerberg
Die älteste Favoritnerin Emma Wenda feierte 108 Jahre

Nichte Renate Schilhan-Polleres mit der Jubilarin Emma Wenda (108 Jahre) | Foto: privat/ Häuser zum Leben
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Emma Wenda ist die älteste Favoritnerin. Sie feierte ihren 108. Geburtstag am 8. Juli in ihrem Lieblingsbezirk, dem Zehnten. Auch Bezirksvorteher Marcus Franz (SPÖ) kam vorbei, um ihr zu gratulieren.

WIEN/FAVORITEN. Vor kurzem gab es eine seltene Feier im Haus Laaerberg: Emma Wenda feierte ihren Geburtstag. Das Besondere daran: Die Favoritnerin feierte ihren 108. Jubeltag und ist damit nicht nur eine der ältesten Wienerinnen, sondern auch die älteste Favoritnerin. Diesen "Titel", trägt Wenda bereits seit drei Jahren.

Natürlich gab es für die Jubilarin im Haus Laaerberg auch eine Geburtstagstorte. | Foto: privat/ Häuser zum Leben
  • Natürlich gab es für die Jubilarin im Haus Laaerberg auch eine Geburtstagstorte.
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Seit eineinhalb Jahrzehnten wohnt Wenda im Haus Laaerberg. "Sie ist schon lange sehbehindert, aber lässt es sich nicht anmerken", so ihre Nichte Renate Schilhan-Polleres. Sie ist einfach auf Hörbücher umgeschwenkt, um ihrer Liebe zum Lesen treu zu bleiben. Sie bedankte sich bei der Feier, bei der auch Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) gratulierte, auch für die tolle Betreuung und Pflege der betagten Dame.

Großer Lebenswille 

Mit 101 Jahren hatte die Favoritnerin eine schwere Operation, bei der alle schon dachten, dass die Seniorin nicht mehr lange leben wird. "Aber die gute Pflege, hat dem Lebenswillen neue Energie gegeben", ist sich ihre Nichte Schilhan-Polleres sicher. Mit über 100 Jahren erlitt sie einen Oberschenkelhalsbruch, bekam eine neue Hüfte, sowie neue Zähne.

Das Haus Laaerberg lud zum 108. Geburtstag von Emma Wenda zu einem großen Fest, bei der auch Bezirksvosteher Marcus Franz (l) mitfeierte. | Foto: privat/ Häuser zum Leben
  • Das Haus Laaerberg lud zum 108. Geburtstag von Emma Wenda zu einem großen Fest, bei der auch Bezirksvosteher Marcus Franz (l) mitfeierte.
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"Ich glaube, dass es ihr eiserner Wille war, der ihr bis heute nicht abhanden gekommen ist", ist sich ihre Nichte sicher. Auf die Frage, wie wie sie so alt werden konnte, schmunzelt Wenda verschmitzt: "Wir hatten im Krieg so wenig zu essen und das Leben war trostlos und hart in dieser Zeit. Das hat den Körper abgehärtet."

Die spanische Grippe

Und dann fügt sie dazu: "Und auch die überstandene Spanische Grippe im Jahr 1918 hat Antikörper gegen Krankheiten gebildet, denke ich mal." Schon zu ihrem 100er meinte Wenda mit einem Lachen: "Jetzt muss hoffentlich bald ein Ende sein mit mir, oder aber ,der da oben' hat mich vergessen."

Geboren wurde Emma Wenda 1915 in Biedermannsdorf. Mit 14 Jahren absolvierte sie eine Lehre als Köchin im Hotel Binder, "damals das nobelste Hotel im Wechselgebiet", erinnert sich die Jubilarin. Sie liebte es, die ganze Welt bereisen zu können.

Schlagobers und Zucker

Wie sie nur so viel Energie haben könne, verriet die Jubilarin bei ihrer Geburtstagsfeier auch: "Süßigkeiten, Mehlspeisen, Mohnstrudel und Grammeln waren es und sind meine Energiespender", so Wenda. "Aber Apfelstrudel ja nicht mit Vanillesoße", so die Favoritnerin. "Dafür Schlagobers immer mit Zucker.

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