18.03.2013, 12:41 Uhr

build!Impuls 2013: Die Gewinner stehen fest!

v.l.n.r. Monika Kircher (CEO Infineon Technologies Austria AG und Schirmherrnin des build!Impuls) Peter Florjančič,(Erfinderlegende aus Slowenien), Fabian Gutbrod (Gewinner des Produktpreises), Nicolas Dular und Philip Spiess (Gewinner in der Kategorie „Dienstleistung“), Karin Ibovnik (Geschäftsführerin der build! Gründerzentrum Kärnten GmbH)
Klagenfurt am Wörthersee: Raiffeisen Landesbank Kärnten |

Aus insgesamt 50 eingereichten Geschäftsideen wurden am 14. März 2013, die besten Projekte mit der build!Impuls Trophäe ausgezeichnet: Den ersten Platz in den beiden Hauptkategorien Produkte und Dienstleistungen sicherte sich ein Elektrozusatzantrieb für Fahrräder und eine neu konzipierte Plattform für Fotografen – sie konnten stolz die build!Impuls Trophäe entgegen nehmen.



Bis Ende Jänner war das build! Gründerzentrum auf der Suche nach den kreativsten Geschäftsideen und Kärnten hat wieder mal bewiesen, dass es vor kreativen Köpfen nur so wimmelt: Aus 50 Einreichungen wurden 16 FinalistInnen ausgewählt, welche ihre Ideen gestern der Jury präsentierten. Ausschlaggebende Kriterien für einen Sieg in den Kategorien Produkt oder Dienstleistung waren neben einer überzeugenden Präsentation nicht nur die Realisierbarkeit der Idee, sondern auch Kundennutzen und Innovationsgehalt. Die Sieger der jeweiligen Kategorie wurden mit der build!Impuls Trophäe ausgezeichnet und erhielten ein Startkapital von je 1.500 Euro.

„Mit dem build! Impuls Ideenwettbewerb bieten wir kreativen Köpfen eine Plattform für ihre Ideen und können vielleicht einen ersten Anstoß zum großen Schritt in Richtung Selbstständigkeit geben. Die aussichtsreichsten Ideen werden bei uns ins Zentrum aufgenommen, um das in Kärnten vorhandene Potenzial und Know-how zu nutzen und zu fördern, und somit auch den Wirtschaftsstandort Kärnten zu stärken“, erklärt die Geschäftsführerin von build! und Jurymitglied Mag. Karin Ibovnik.


Die build!Impuls-Gewinner

Mit seiner Idee „Frictiondrive“ konnte Fabian Gutbrod, die Jury in der Kategorie Produkt überzeugen. Frictiondrive ist ein System mit dem man in kürzester Zeit sein Fahrrad zu einem E-Bike aufrüsten kann. Fabian Gutbrod konnte nicht nur die build! Impuls Trophäe, sondern auch ein Preisgeld in der Höhe von 1.500 Euro, gesponsert vom Lakeside Science & Technology Park, mit nach Hause nehmen. Den zweiten Platz in der Kategorie Produkt, dotiert mit einem brandneuen Tablet-PC, holte sich das Project Kartonmöbel“ von Alexander Mann. „Kostengünstige Möbel aus Karton, die mit jedem Logo versehen werden können und so einen beachtlichen Mehrwert bieten„, so die Zusammenfassung des jungen Erfinders. Manfred Messlender aus Spital machte mit seinem „Bellyformer“ den dritten Platz in der Kategorie Produkt. Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren die Fettverbrennung am Bauch revolutionieren. Messlender konnte sich ebenfalls über einen Tablet–PC, gesponsert von den Kärntner Raiffeisen Banken, freuen.

In der Kategorie Dienstleistung konnte sich das Projekt Saloon.io von Philip Spiess und Nicolas Dular gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Saloon.io ist eine Plattform für Fotografen, welche ihnen eine enorme Zeitersparnis und Arbeitserleichterung bietet. Auch Saloon.io erhielt sowohl die begehrte Impuls Trophäe als auch einen Siegerscheck im Wert von 1.500 Euro. Den 2. Platz in der Kategorie Dienstleistungen holte sich das Projekt „Perfect Taxi Way“ von Reinhard Grandl und Roland Kersche. Schlussendlich konnte sich Horst Kandutsch den dritten Platz in der Kategorie Dienstleistung sichern. Die Idee „Roofpage“ überzeugte die Jury besonders durch das aussichtsreiche Marktpotenzial.

Auch eine Reihe von Sonderpreisen wurde in diesem Jahr vergeben: Den Sonderpreis Alpe-Adria Universität Klagenfurt im Wert von 800 Euro konnte Harald Saupper mit seiner Idee der „Interaktiven Präsentation“ mit nach Hause nehmen. Der Sonderpreis Fachhochschule Kärnten, ebenfalls dotiert mit 800 Euro, ging an Fabian Gutbrod mit „Frictiondrive“. Den Schülersonderpreis im Wert von 300 Euro (gesponsert vom Raiffeisen Club Kärnten) gewann das Projekt „Jump Control“ von Schülerinnen der HTL Mössingerstrasse. Und als absolutes Novum wurde in diesem Jahr der Sonderpreis „Frauen“ für die Förderung von kreativen Ideen von Frauen vom BusinessFrauenCenter vergeben. Der Preis im Wert von 800 Euro konnte an Gisela Stramitzer und Magdalena Weiss mit „OttO und AnnA sind WiederGut““ überreicht werden.

Die Jury setzte sich aus Vertretern namhafter Kärntner Institutionen zusammen: Klaus Kogler (Raiffeisenlandesbank Kärnten), Mag. Dr. Robert Breitenecker (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Maria Mack (Lakeside Science & Technology Park), Mag. Daniela Stein (BusinessFrauenCenter Kärnten), Mag. Karin Ibovnik (build! Gründerzentrum Kärnten GmbH).

Die besten Ideen haben gute Chancen in das build! Gründerzentrum als Projekte aufgenommen zu werden – und das bedeutet für die GründerInnen eine Begleitung sowie Förderung für die Dauer von 18 Monaten. Seit fast zehn Jahren unterstützt das Gründerzentrum build! potenzielle UnternehmerInnen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.


Gastredner sprachen über Innovation und Erfindergeist

Bei der Siegerprämierung gab Wettbewerbs-Schirmherrin Monika Kircher, CEO der Infineon Technologies Austria AG, Einblicke in ihr Leben als Frau an der Spitze eines weltweit agierenden Unternehmens. Bei der Infineon werden Ideen und Ideengeber gefördert und sogar am Umsatz beteiligt. „MitarbeiterInnen sind das größte Kapital und auch in einem großen Unternehmen werden eigene Ideen unterstützt“, sagt Kircher. Zusätzlich sei es für Kircher selbstverständlich und ein persönliches Anliegen Frauen für Technik zu begeistern. So sind mittlerweile 30 Prozent der Techniklehrlinge bei Infineon Frauen. Dass es für Frauen oft schwer sei in Toppositionen vorzustoßen, weißt Kircher nicht ganz von der Hand. Aber „man hat auch als Managerin ein Privatleben, wenn man sich die Zeit dafür nimmt“.

Beeindruckend waren die Erzählungen von Peter Florjančič, der seit Jahrzehnten immer wieder neue Einfälle und Ideen hat. Inzwischen hat der 94jährige slowenische Erfinder über 400 Patente angemeldet und arbeitet mit seinem Team immer noch an neuen Ideen. „Ein bisschen Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und das richtige Team haben“ lautet sein Erfolgsrezept. Der Parfumzerstäuber, der Rahmen für Dias sowie viele andere nützliche Dinge gehen auf den slowenischen Erfinders zurück, der noch lange nicht in den Ruhestand gehen will.
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