Bezirksvertretungssitzung
Floridsdorf setzt neue Maßnahmen im Kampf gegen Ratten
- Am Leopoldauer Platz wurde ein langer Zaun als eine von mehreren Maßnahmen gegen Nager aufgestellt.
- Foto: BV 21
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In der vergangenen Bezirksvertretungssitzung wurde über die Zukunft des Bezirks abgestimmt. Thematisch ging es auch um das Rattenproblem beim Leopoldauer Platz. Hier gibt es erste Maßnahmen.
WIEN/FLORIDSDORF. Wie die Stadtregierung kommen auch die Bezirkspolitikerinnen und -politiker in regelmäßigen Abständen zusammen, um über kommende Projekte und Maßnahmen abzustimmen.
In der am Mittwoch, 17. Juni, stattgefundenen Bezirksvertretungssitzung gab es neben den hitzigen Temperaturen außerhalb des Sitzungssaals im Haus der Begegnung auch die eine oder andere hitzige Debatte.
Windkraft in Stammersdorf
Zur Eröffnung gab Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) einen Bericht ab. So hat sich der Bezirk etwa mit Vertreterinnen und Vertretern der WEB Windenergie AG zusammengesetzt, um mit ihnen über ihre Pläne zu beraten. Im April waren Gerüchte laut geworden, laut denen das Unternehmen plant, in Stammersdorf Windkraftwerke zu errichten (siehe mehr dazu unten).
Laut den Gesprächen steht das Unternehmen aber erst bei internen Potenzialanalysen rund um Stammersdorf. Konkrete Pläne gebe es nicht. Und selbst wenn es diese gäbe: "Windkraftwerke würden auf gar keinen Fall im Natura-2000-Gebiet gebaut", erklärt Papai. Die WEB Windenergie AG wurde gebeten, den Bezirk über weitere Entscheidungen zu informieren.
- Die Windkraftwerkpläne der Firma WEB Windenergie AG sorgten für Unruhe bei einigen Anrainerinnen und Anrainern um den Bisamberg.
- Foto: Andreas Biedermann
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Zur kommenden Umgestaltung des Franz-Jonas-Platzes gibt es erste Details. So sind derzeit etwa 30 neue Bäume für den Vorplatz geplant. Im Frühjahr 2027 sollen die ersten Vorarbeiten der Wiener Linien beginnen. Einige Schienenstränge müssen noch erneuert werden. Im Herbst 2027 soll dann die Generalsanierung des Platzes starten.
Einige Nager zu viel
Dem Thema "Ratten" waren gleich mehrere Punkte gewidmet. Zum einen war die Ungezieferproblematik rund um den Leopoldauer Platz Thema. Dort soll eine Person regelmäßig besonders viel Futter für Tauben ausstreuen, was wiederum Nager anlockt. Einige Anrainer haben der Bezirksvorstehung berichtet, die Vögel würden "mit Scheibtruhen voller Essen" gefüttert werden. Erst kürzlich fand ein "Tauben- und Rattengipfel" gemeinsam mit Bezirk und Magistratsabteilungen statt, um über Maßnahmen vor Ort zu beraten (mehr dazu unten).
- Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) war beim Leopoldauer Platz vor Ort und hält die Nager- und Taubensituation für "untragbar".
- Foto: BV 21
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Die MA 32 – Wiener Stadtgärten hat Rattenköder ausgelegt – bisher ohne Erfolg. "Wegen des exorbitanten Fütterns werden die Köder nicht angenommen", erzählte Papai. Eine neue Maßnahme ist ein Zaun rund um den Karl-Seidl-Park, damit das Füttern auf den Grünflächen erschwert wird. Der Bezirk plant, im Park ein Fütterungsverbot aussprechen zu lassen.
Weitere Anträge der FPÖ zu einer Überprüfung der Rattensituation am Franz-Jonas-Platz und im Joseph-Samuel-Bloch-Park sollen in einer künftigen Sitzung des Umweltausschusses besprochen werden. Die Zuweisung erfolgte einstimmig.
Neues zu Bad und Verkehr
Auch zum neuen Familienbad Stammersdorf in der Edi-Finger-Straße gibt es Neues zu berichten: Der Baubeginn ist für 2028 geplant. Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung soll den Prozess begleiten und die Anrainerinnen und Anrainer vor und während des Baus informieren.
- Stammersdorf soll ein neues Familienbad anstelle des Bads in der Luckenschwemmgasse bekommen. Das alte Bad bleibt bis zur Eröffnung des Neuens geöffnet. (Archiv)
- Foto: MA 44
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Während der Stammstreckensperre bis Oktober 2027 soll auch an der Verbindung zum Flughafen gefeilt werden, kündigte Papai an. Das Unternehmen Postbus der ÖBB möchte in dieser Zeit ab September 2026 eine zusätzliche, halbstündig fahrende Buslinie einführen, die den Praterstern mit dem Flughafen Wien verbindet. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, die Linie VAB 3 nach Floridsdorf zu verlängern. Aufgrund der Geschwindigkeit der Linie vom Praterstern wurde sich von Postbus für die erste Alternative entschieden. Der Praterstern sei für Floridsdorferinnen und Floridsdorfer leicht zu erreichen.
Von den Grünen wurde ein Antrag zur Pflanzung einer Baumallee an der Brünner Straße zwischen Katsushikastraße und Gerasdorfer Straße eingebracht. Kritik kam von der FPÖ, welche die Länge der Allee als zu lang bezeichnete. Von Bezirksobmann Berger (Grüne) kam der Einwand, dass man die Idee zuerst im Umweltausschuss besprechen wollen würde. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der ÖVP, FPÖ und HC an den Ausschuss verwiesen.
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