09.09.2014, 22:16 Uhr

Here we are... ...Platz da Oida

Wann? 19.09.2014 18:00 Uhr

Wo? Am Spitz, Floridsdorfer Hauptstraße, 1210 Wien AT
Wien: Am Spitz | Here we are!
Die Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit in Floridsdorf planen gemeinsam mit Jugendlichen eine Veranstaltung zur Sichtbarmachung jugendkultureller Interessen und Ansprüche im Öffentlichen Raum

Datum: Freitag, 19.09.2014 ab 18 Uhr
Ort: Am Spitz 1, 1210 Wien
Einrichtungen: Jugendzentrum Marco Polo, Jugendzentrum MiHo, Mobile Jugendarbeit Donaufeld, Juvivo 21, spacelab_umwelt, Verein Bahnfrei

Im Rahmen der „Langen Nacht der Jugendarbeit“ organisieren die Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit in Floridsdorf eine gemeinsame Veranstaltung, um Jugendliche dabei zu unterstützen, ihren Anspruch auf öffentlichen Raum zu artikulieren.
Im Zuge dessen wird der Platz vor dem Amtshaus am Spitz zu einer „Betreten Erlaubt!“-Jugendzone umfunktioniert. Transparente sollen gemalt, Buttons gedruckt werden können, und bei Einbruch der Dunkelheit können mittels „Tagtool“ Botschaften direkt aufs Amtshaus projiziert werden.
Ziel der Veranstaltung ist es, jugendkulturelle Aktivitäten sichtbar, d.h. nicht am Rand des Grätzels, ausleben zu können. Auf einer Bühne am Fuße des Amtshauses werden jugendliche Bands rocken, und im Rahmenprogramm werden BMX-Fahrer ihr Können zeigen.

„Jugendliche fallen nicht immer nur positiv auf“
Jugendliche werden oft als Problem wahrgenommen. Von den Geschäftsleuten, weil sie wenig bis nichts konsumieren und ihre Präsenz an gewissen Orten als geschäftsschädigend interpretiert wird, von den Anrainer_innen, weil sie sich durch die Anwesenheit einer Gruppe Jugendlicher gestört oder bedroht fühlen, von der Politik, weil Jugendliche den eben renovierten Brunnen am Hauptplatz okkupieren – dabei war der doch für die Touristen_innen gedacht.
Naturgemäß sehen Jugendarbeiter_innen die Dinge etwas anders: Aus Sicht der professionellen Jugendarbeit ist der Öffentliche Raum ein wertvoller Lernraum, in welchem abseits der Aufsicht und Kontrolle von Eltern und Pädagog_innen Erfahrungen gemacht und Dinge ausprobiert werden können.

„Freiräume sind Lernräume“
Der Öffentliche Raum ist ein Erfahrungsraum: Er dient als Bühne, um sich selbst zu präsentieren, die eigene Wirkung auf andere zu testen und auszuloten, wie man ankommt. Bei der Erschließung und Nutzung des Öffentlichen Raums durch Jugendliche lernen diese, das öffentliche Mit- und Nebeneinander auszuhandeln. Der Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Ansprüchen und entsprechende Handlungsstrategien können ausprobiert und eben erfahren werden.
Die Erschließung und Nutzung des Öffentlichen Raums durch Jugendliche sollte daher – unabhängig von konkreten Nutzungskonflikten – generell als Chance für die Gesellschaft gesehen werden.
Die Aufgabe der professionellen Jugendarbeit in diesem Kontext ist es also nicht, zu regulieren und zu schlichten, sondern vielmehr Jugendliche dabei zu unterstützen, sich und ihre Ansprüche gleichberechtigt zu artikulieren.

Jugendarbeiter_innen fördern und fordern den Erhalt und die Schaffung jugendadäquater und vom Gemeinwesen akzeptierter Bereiche im Öffentlichen Raum. „Diese sollen übrigens zentral gelegen sein“, so Simon Schenk, Jugendarbeiter vom Verein Bahnfrei, „und nicht am letzten Rand vom Nirgendwo. Man will sich an zentralen Orten treffen, an denen Kommen und Gehen herrscht – und Sehen und Gesehen werden.“
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