01.10.2014, 00:00 Uhr

Fahrverbot gefordert: Die Touristenbusse sollen weg!

Verena Buxbaum, die Sprecherin der Bürgerinitiative, will die Touristenbusse aus dem Karmeliterviertel und vom Karmelitermarkt verbannen.

Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen den Busverkehr in den kleinen Straßen der Leopoldstadt.

Da seit Mai Touristenbusse nur eingeschränkt in den ersten Bezirk einfahren dürfen, wurde von mehreren Unternehmen die Routenführung dieser Busse durch das Karmeliterviertel gelegt. Eine Bürgerinitiative rund um den Karmelitermarkt wehrt sich dagegen. Sprecherin Verena Buxbaum erzählt: „Wir haben 1.200 Unterschriften gegen die momentane Streckenführung durch die Malzgasse und die Leopoldsgasse, also durch reines Wohngebiet, gesammelt.“ Zwei runde Tische mit den Busbetreibern und der Bezirksvorstehung brachten keine endgültige Lösung. „Die Verkehrsbehörde MA 65 arbeitet im Auftrag von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou an einer Lösung, die wir mit Spannung erwarten“, erklärt SP-Bezirksvorsteher Karlheinz Hora. Trotzdem drängt er die Busbetreiber zur Suche nach Alternativen.

Kleine Gassen und wenig Platz

Die Bürgerinitiative fordert ein Busfahrverbot für die Sightseeing-Busse im Bereich des Karmeliterviertels. Eine erste Stellungnahme der Polizei gibt ihr hier Recht. Im Bereich der Malzgasse wird durch die Höhe der Busse die Schutzmauer der jüdischen Schule überragt, was zu einer groben Gefährdung der Schüler und Lehrer führen kann. Die Malzgasse soll daher nicht befahren werden. Im Bereich der Leopoldsgasse ist die verbleibende Fahrbahnbreite für den Verkehr zu schmal. Eine Verschmälerung des Parkstreifens wäre notwendig. Im Bereich des Karmelitermarktes wird die Buslinie 5A im Wartebereich behindert.

Lösung über Taborstraße

Eine Lösung wäre es, alle Touristenbusse über die Obere Augartenstraße und Taborstraße zu führen. Als Umsteigeplatz bietet sich für den SP-Bezirksvorsteher Karlheinz Hora der Verkehrsknoten Praterstern an. Dies scheitert jedoch an einem Veto der Wirtschaftskammer und der Taxiinnung. Allerdings will man auch hier der Vorschlag neuerlich prüfen.
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