Im ¾-Takt ins Gedenkjahr: Schloss Eckartsau als historische Kulisse für Neujahrskonzert 2018

"Neujahrskonzertballett 2018:  Schloss Eckartsau als Schauplatz.
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  • Foto: ORF/Thomas Jantzen
  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

ECKARTSAU. Zu Beginn des Jubiläumsjahres „100 Jahre Republik Österreich“ rückte das ehemals kaiserliche Jagdschloss Eckartsau in den Blickpunkt der weltweiten Öffentlichkeit: 1918 besiegelte Kaiser Karl I. ebendort das Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie und trat seinen Gang ins Exil an.
Genau 100 Jahre später bildet Schloss Eckartsau nun die perfekte Kulisse für die Tanzeinlage des Wiener Staatsballetts im Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, das für Millionen von ZuseherInnen in rund 90 Länder der Welt live im Fernsehen übertragen wird.

Historisches Filmschloss in der Wildnis

An insgesamt fünf Drehtagen im September entstanden die Aufnahmen der Tanzeinlage für das Neujahrskonzert 2018. Zu den Klängen des Johann Strauß Sohn-Walzers „Rosen aus dem Süden“ performten zehn Solistinnen und Solisten des Wiener Staatsballetts ihr Programm sowohl in den barocken Räumlichkeiten als auch im romantischen Schlosspark. Aufgetanzt wurde etwa im rund 150 m² großen Festsaal, der – von einem beeindruckenden Deckenfresko mit Jagdszenen des Barock-Malers Daniel Gran und prunkvollen original böhmischen Bleikristall-Lustern geprägt – schon zu Kaisers Zeiten für imperiale Empfänge genutzt wurde. Auch der Rote Salon, ehemals Schauplatz kaiserlicher Abendunterhaltungen, oder der ausladende barocke Stiegenaufgang in der Eingangshalle wurden als Drehorte im Schloss genutzt. Im Schlosspark tanzten die Ballett-Paare unter anderem im von roten Blüten gesäumten Rosenpavillon im Walzertakt.

Frisch renoviert ins Jubiläumsjahr

Rechtzeitig zum Beginn des Gedenkjahres 2018 erstrahlt Schloss Eckartsau, das gleichzeitig auch als Sitz des Bundesforste-Nationalparkbetriebs Donau-Auen dient, in neuem Glanz. „Mehr als vier Millionen Euro haben wir in den vergangenen Jahren in die Erhaltung der denkmalgeschützten Bausubstanz und in technische Modernisierungen investiert“, berichtet Bundesforste-Vorstand Georg Schöppl. Nach der Sanierung der Schlosskapelle, der Umbauarbeiten der Büroräume des ÖBf-Nationalparkbetriebs Donau-Auen sowie der Neueinrichtung eines Schloss Cafés folgten heuer weitere Arbeiten: Stromanschlüsse sowie energiesparende Heizungsanlagen wurden erneuert und ein eigenes Beleuchtungskonzept installiert. In der Eingangshalle werden die aus dem frühen 18. Jahrhundert stammenden Stiegenaufgänge samt Stuckarbeiten und Deckenfresko sorgsam saniert.

Hochkarätige Schloss-Feierlichkeiten zu 100 Jahre Republik

Der staatstragenden Rolle von Schloss Eckartsau zur Geburtsstunde der Republik Österreich wird 2018 auch in eigenen Jubiläums-Feierlichkeiten Rechnung getragen. Eine Sonderausstellung im Schloss widmet sich dem Ende der Monarchie und der Kaiserära der Habsburger. Die bewegte Vergangenheit des Schlosses fasst ein im April im Brandstätter Verlag erscheinender kulturgeschichtlicher Bildband zusammen. Im September findet ein mehrtägiger Kongress mit renommierten Zeithistorikern und NachwuchswissenschaftlerInnen statt.

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