20.10.2016, 12:03 Uhr

Unsere Wildnis darf weiterwachsen

Die Petroneller Au wird Teil des Nationalparks Donaauen. (Foto: Kovacs)

Der Nationalpark Donauauen wid um 277 Hektar erweitert, die Entscheidung ist jetzt gefallen.

BEZIRK. Im 20. Jubiläumsjahr des 9.300 Hekar großen Nationalparks werden neue Flächen eingebracht. Durch einen Vertragsabschluss mit dem privaten Grundbesitzer Abensperg-Traun werden 260 Hektar der Petroneller Au in den Nationalpark einbezogen. Für weitere 140 Hektar wurde ein Kooperationsvertrag für eine forstliche Außernutzungsstellung vereinbart.

Unter allen potenziellen Erweiterungsgebieten wird nun mit der Petroneller Au jenes, das für die Nationalparkverwaltung höchste Priorität hatte, eingegliedert. Hier bestehen die besten Voraussetzungen dafür, dass sich der typische Auwald entwickelt.

Minister Rupprechter: "Habe selbst um die Erhaltung dieser wertvollen Natur gekämpft!"

„Vor rund 30 Jahren war ich selbst als Student in der Hainburger Au und habe um die Erhaltung dieser wertvollen Natur gekämpft. Der Nationalpark Donau-Auen erfährt mit diesem Schritt eine wichtige Aufwertung und Ausweitung, die ihm schon lange zusteht“, betont Minister Andrä Rupprechter.

Gleichzeitig bringt die Stadt Wien 17 Hektar neue Nationalparkfläche in Fischamend ein. Das Gebiet liegt direkt im Anschluss an das Revier Mannswörth, welches von der MA 49 verwaltet wird. Diese Flächen in Niederösterreich stellen zusammen mit der Lobau Wiens Beitrag zum Nationalpark Donau-Auen dar. Hier besteht eine weltweite Besonderheit - denn nur wenige Bundeshauptstädte verfügen über einen Nationalpark.

Verbund zwischen Alpen und Karpaten

Am 27. Oktober 1996 wurde am Schlossberg Hainburg zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Wien und Niederösterreich ein Staatsvertrag zur Errichtung und Erhaltung eines Nationalpark Donau-Auen unterzeichnet. Mit einer anfänglichen Größe von 9.300 Hektar sollte der Nationalpark laut Vertrag letztendlich alle Augebiete entlang der Donau zwischen Wien und der Staatsgrenze umfassen.

Auch für die Zukunft bleibt viel zu tun: Eine große Herausforderung ist die laufende Eintiefung der Donau und deren Auswirkung auf die flussbegleitenden Auen. Europaweit gesehen ist der Nationalpark Donau-Auen das Zentrum eines ökologischen Verbundes zwischen Alpen und Karpaten.

„Mit der Erweiterung im heurigen Jubiläumsjahr, die durch die Unterstützung von Bund und Ländern möglich wurde, ist ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung des Nationalpark Donau-Auen gelungen“, freut sich Nationalparkdirektor Carl Manzano.
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