13.10.2014, 00:00 Uhr

Auf der Suche nach dem verlorenen Spitzenkandidaten

Rot-schwarzes Frauenteam: Weber und Zambach, die 2012 Margareta Ludwig (FPÖ) als Vizebürgermeisterin ablöste.
MATZEN. Die ÖVP Matzen leidet derzeit unter Mandataren-Schwund. Von den derzeit amtierenden zehn Gemeinderäten wollen sieben nicht mehr bei der nächsten Wahl antreten. Das bestätigt auch die schwarze Vizebürgermeisterin Gertrude Zambach, die selbst an Politikverdrossenheit leidet.
Innerhalb der Ortspartei herrscht Missstimmung, doch nicht nur das, die Suche nach einem geeigneten Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl verlief bisher ergebnislos. Nicht anzutreten wäre für die Matzner ÖVP allerdings blamabel, hatte sie doch 45 Jahre lang den Bürgermeister gestellt, erst nach einem Betrugsskandal, in den der damalige Bürgermeister verwickelt war, und darauffolgenden Wahlen im Jahr 2011 wurde SPÖ-Bürgermeisterin Claudia Weber ins Amt gewählt.
Sie gibt sich pragmatisch: "Die internen Differenzen der ÖVP sind bekannt, auch dass keiner als Spitzenkandidat antreten will, aber die Entscheidung muss ja erst im Dezember fallen, also warten wir ab."
Mit Gertrude Zambach verbindet Weber ein gutes Arbeitsverhältnis und private Freundschaft. Doch Zambach sagt klar: "Ich höre im Jänner auf, ich mache jetzt schon keine Politik mehr. Alle Arbeiten für die Gemeinde erledige ich jedoch nach wie vor mit Freude."
ÖVP-Obmann-Stellverteter Stefan Flotz, der als möglicher Herausforderer von Weber genannt wird, hält sich bedeckt. "Wir basteln in Ruhe an einer ÖVP-Liste und lassen uns Zeit." Offenbar leistet man gerade innerhalb der eigenen Reihen Überzeugungsarbeit: "Mittlerweile ist es nicht mehr so fix wie noch vor einigen Wochen, dass alle sieben Gemeinderäte der Politik den Rücken kehren", sagt Flotz.
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